Samstag, 03. Dezember 2022

Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft – welche sind sinnvoll?

21. November 2021 | Kategorie: Familie, Gesundheit, Ratgeber

Quelle: pixabay.com

Eine Schwangerschaft ist für den Körper eine ganz besondere Situation. Zehn Monate lang kümmert er sich gleich zum zwei Menschen und braucht dafür natürlich auch sehr viel Energie und jede Menge Nährstoffe.

Werdende Mütter stellen sich daher oft die Frage, ob eine ausgewogene Ernährung ausreicht oder ob es sinnvoll ist, vielleicht einige Nahrungsergänzungsmittel während der Schwangerschaft einzunehmen.

Erhöhter Bedarf an Jod und Folsäure sollte nicht unterschätzt werden

Innerhalb der ersten 12 Wochen der Schwangerschaft passiert sehr viel in Ihrem Körper. Alle Anlagen für den Embryo werden gelegt, die Organe und das Gehirn bilden sich langsam aus und auch das Nervensystem entsteht. Innerhalb dieser Zeit ist der Embryo besonders empfindlich und braucht viele Nährstoffe.

Gleichzeitig handelt es sich aber auch um den Zeitraum, in den Frauen unter starker Übelkeit leiden und es häufig nicht schaffen, sich ausreichend ausgewogen zu ernähren. Um für eine optimale Versorgung des Babys zu sorgen, können Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein.

Mit der Schwangerschaft liegt die empfohlene Einnahme von Folsäure bei 400 µg täglich über Nahrungsergänzungsmittel. Bei Jod sollte eine zusätzliche Einnahme von 100 – 150 µg pro Tag erfolgen.

Dazu kommen die Nährstoffe, die über die Lebensmittel aufgenommen werden. Im Bereich der Lebensmittel findet sich Folsäure in größeren Mengen in folgenden Produkten:

· Blattgemüse
· Tomaten
· Hülsenfrüchte
· Sprossen
· Orangen
· Kartoffeln
· Eier
· Vollkornprodukte

Auch Jod kann über die Lebensmittel aufgenommen werden. Enthalten ist es vor allem in:

· Meeresfrüchten
· Seefisch
· Milchprodukten
· Brot
· Algen
· Wurst

Mamas möchten das Beste für ihre Kinder und dieses Bedürfnis besteht auch schon in der Schwangerschaft. Wenn die Übelkeit oder das Unwohlsein eine ausgewogene Ernährung jedoch verhindern, ist das nicht so einfach. Experten geben daher an, dass das Supplement von Jod und Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel empfehlenswert ist.

Zusätzliche Nährstoffe bei veganer Ernährung

Eine spezielle Situation entsteht, wenn die werdende Mama Veganerin ist. Die Aufnahme der benötigten Mikronährstoffe ist in dem Fall noch schwieriger. Es ist daher sinnvoll, den Gynäkologen zu informieren, damit dieser regelmäßig die Nährstoffspeicher untersucht. Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B12 gehören möglicherweise ebenfalls auf den Plan.

Grundsätzlich ist es nicht notwendig, Supplements mit Eisen in der Schwangerschaft einzunehmen. Bei den Vorsorgenuntersuchungen wird geprüft, ob der Eisenwert ausreicht. Sollte dies nicht der Fall sein, empfiehlt sich die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Eisen. Veganerinnen weisen tendenziell häufiger einen Eisenmangel oder ein zu geringes Depot auf. Hier ist es sinnvoll, bereits zu Beginn der Schwangerschaft mit der Kontrolle zu beginnen.

Der Blick auf die Omega-3-Fettsäuren

Die Entwicklung des Gehirns beim Embryo benötigt unter anderem Omega-3-Fettsäuren, die auch als DHA bezeichnet werden. Diese werden über die Nahrungsaufnahme zugeführt. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erhalten Schwangere den Hinweis, dass pro Tag eine Aufnahme von 200 mg DHA erfolgen sollte. Normalerweise reicht es aus, pro Woche zweimal Fisch zu essen und dabei den Fokus vor allem auf die fettreichen Arten zu legen.

Möchten Schwangere keinen Fisch essen, kann die Aufnahme von DHA über Öl und Margarine erfolgen. Es ist jedoch möglich, dass dies nicht ausreicht. In dem Fall ist eine zusätzliche Zufuhr über die passenden Nahrungsergänzungsmittel eine sehr gute Unterstützung für die gesunde Entwicklung des Babys.

Das Sonnenvitamin – Vitamin D ist auch für das Baby wichtig

Vitamin D – auch bekannt als das Sonnenvitamin – ist für die Ausbildung der Knochen des Babys wichtig. Frauen, die während der Schwangerschaft kaum an die Sonne kommen oder ihren Körper stark bedecken, können möglicherweise einen Vitamin D-Mangel haben. Eine Prüfung des Spiegels an Vitamin D ist über eine Untersuchung des Blutes möglich. Dieser Test kann beim Arzt in Anspruch genommen werden und zeigt, ob ein Supplement von Vitamin D notwendig ist.

Wichtig: Die Kosten für den Test auf einen Mangel an Vitamin D werden nicht immer von den Krankenkassen übernommen.

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