SÜW – Der Landkreis Südliche Weinstraße und die Feuerwehrangehörigen im Landkreis und in Offenbach trauern um ihren Feuerwehrkameraden und stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspekteur a.D. Peter Stockmann, der am vergangenen Freitag an den Folgen seiner schweren Krankheit verstorben ist.
Peter Stockmann war aufgrund seiner Kompetenz, seiner Kameradschaft und seiner Geradlinigkeit bei seinen Feuerwehrkameraden und bei den Verantwortlichen in der Kommunalpolitik und Politik, sowie den Institutionen, als Führungskraft und Kamerad, als warmherzige Persönlichkeit sehr beliebt und geschätzt.
1977 trat er im Alter von 22 Jahren in die Feuerwehr Offenbach ein. Bereits zu Beginn seiner Tätigkeit interessierte er sich für die Schwerpunkte Ausbildung und Einsatzführung. Als Mitglied der Technischen Einsatzleitung des Landkreises Südliche Weinstraße, bildete er sich selbst aber auch weitere Feuerwehrkameraden für die Arbeit des Einsatzleitfahrzeuges aus. Im März 1985 wurde Peter Stockmann als Kreisausbilder bestellt. Bereits in dieser Zeit legte er zusammen mit den Kameraden aus Landau den Grundstein für eine gemeinsame Ausbildung und interkommunale Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Landau und den Wehren des Landkreises Südliche Weinstraße.
Im April 1986 wurde Peter Stockmann zum Wehrleiter der Verbandsgemeinde Offenbach bestellt. Er entwickelte die Wehren sowohl technisch als auch organisatorisch auf einen sehr guten Stand weiter. Wichtige Meilensteine seiner Arbeit waren der Bau der Feuerwache in Offenbach, sowie die Modernisierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses in Bornheim.
Am 1. Juli 1998 wurde Peter Stockmann zum stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspekteur des Landkreises Südliche Weinstraße ernannt. Er war für die Aufgabenbereiche Ausbildung und Führung gesamtverantwortlich. Mit der interkommunalen Beschaffung des neuen Einsatzleitfahrzeuges 2 baute er zusammen mit Kollegen aus dem Landkreis und der Stadt Landau die gemeinsame Technische Einsatzleitung (TEL) und Information- und Kommunikation (IuK) auf. Sie bildet das Rückgrat der Einsatzleitung bei großen Ereignissen. Neben diesen Sondereinsatzgruppen zählte auch die Rettungshundestaffel zu den Aufgaben Stockmanns.
Ein persönliches Anliegen war ihm die gute Zusammenarbeit mit allen Organisationen und Einrichtungen. Bis zuletzt war er Mitglied der gemeinsamen Arbeitsgruppe von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Verwaltung bei der Sicherheitspartnerschaft für die Schulen. Er war hoch respektiert bei den Kameradinnen und Kameraden des Rettungsdienstes, des Technischen Hilfswerkes der Polizei oder auch der Bundeswehr.
Ein ganz besonderes Anliegen war ihm die Förderung des Nachwuchses. Mit sehr viel Herzblut setzte er sich für die Gründung und Ausbildung der Jugendfeuerwehren im Landkreis ein. Um die Nachwuchsförderung auch finanziell zu unterstützen, stand Peter Stockmann Pate bei der Gründung des Fördervereins der Jugendfeuerwehr „s`Feierdritschl“. Zusammen mit den Jugendfeuerwehrwarten und dem Landesfeuerwehrverband entwickelte er die Ausbildungsrichtlinie zum Erwerb der Leistungsspange.
2011 erhielt Stockmann das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen als Steckkreuz für seine außergewöhnlichen Verdienste um das Feuerwehrwesen, die höchste Auszeichnung des Landes Rheinland-Pfalz in diesem Bereich.
Der Landkreis Südliche Weinstraße spricht seine Anteilnahme aus: “ Wir verlieren mit Peter Stockmann einen sehr guten Feuerwehrkameraden und auch sehr guten Freund. Unsere Anteilnahme und auch unser besonderer Dank gelten seiner Familie, die ihm dieses großartige Engagement ermöglicht hat.“
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