Kulturelle Bereicherung des Weihnachtsmarktes – Wunsch : In Zukunft sollten sich alle Gesangvereine beteiligen
Wörth – Ein Weihnachtskonzert war am Sonntagnachmittag im Rahmen des 28.Wörther Weihnachtsmarkts in der St.Ägidius-Kirche gegenüber dem Festplatz angesagt. Der Musikverein Edelweiß und der Männergesangverein Concordia erfreuten die Besucher.
Nach dem flotten Auftakt seines Musikvereins mit der „Petersburger Schlittenfahrt“ begrüßte Vorsitzender Jürgen Dübon mit der Ankündigung, dass man mit vorweihnachtlichen Melodien den Weihnachtsmarkt kulturell bereichern wolle. Als zweites Stück konnten die Zuhörer unter Leitung von Dirigentin Kathrin Kober dem etwas ruhigeren, gediegeneren „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ lauschen.
Gemeindereferent Hans-Werner Schottmüller entschuldigte sich quasi, dass immer noch ein Gerüst im Innern der Kirche stehe. Man habe wohl die Trockenzeiten in der kalten „Gerüsthalle“ unterschätzt.
Er sah dies aber auch symbolisch: „Die Kirche muss sich immer wieder erneuern.“ Mit dem Adventsbeginn begebe man sich auf einen inneren Weg, von Woche zu Woche soll es heller werden. „Wachsam sein“ und „Warten“ seien die beiden Motive der momentanen Bibellesungen.
Die 40 Sänger des Gesangvereins Concordia trugen unter ihrem Dirigenten Peter Bollheimer den „Abendfrieden“ von Franz Schubert gehaltvoll vor und ließen „Das ist die Nacht“ von Arnold Kempkens folgen. Beim stimmungsvollen Gospel „I want to go to heaven“ ragten die Solostimmen von Rolf Hammel (Tenor) und Heinz Link (Bass) heraus. Mit der Darbietung der „Irischen Segenswünsche“ mit dem Refrain „Und bis wir uns wieder sehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“ schloss der Chor gekonnt seinen ersten Auftritt ab.
Schottmüller berichtete dann von einem Erlebnis einer Kollegin mit blinden Menschen bei dem Lied „Ein Licht leuchtet uns in der Dunkelheit“. Dabei machte er die Erkenntnis deutlich: „Ich muss das Licht nicht sehen, wenn es brennt. Es leuchtet auch, wenn ich es im Moment nicht sehen kann.“
Der Musikverein ließ ein Potpourri von klassischen und modernen Weihnachtsmelodien folgen, bevor er mit „Es ist ein Ros entsprungen“ die Zuhörer zum Mitsummen animierte, ehe Schottmüller aus dem Text eines belgischen Krankenhauspflegers die Begriffe Licht und Wärme, Frieden und Freude hervorhob und deutete.
Concordia begann seinen zweiten Auftritt mit dem sehr aktuellen „Friede auf der Welt“, wobei Heinz Link nochmals mit einem Solovortrag beeindruckte. „Weihnachtszauber“, „Freu dich Erd- und Sternenzelt“ und „Weihnachtsglocken“ mit „Gottes Sohn kam in die Welt“ folgten sehr präzise und wohl akzentuiert vorgetragen. Edelweiß spielte danach noch „White Christmas“.
Rolf Hammel, Vorstandsmitglied des Gesangsvereins erinnerte nach den Vorträgen an den Gedanken, mit dem im vorigen Jahr zum ersten Mal dieses Konzert gestartet wurde, dass man zur elektronischen Musik einen Gegenpart stellen wollte. Dazu seien alle Gesangvereine aufgerufen worden.
Der im vorigen Jahr beteiligte Kirchenchor von St.Ägidius konnte dieses Mal aus personellen Gründen nicht mitmachen. Aber die anderen Vereine seien dem Aufruf nicht gefolgt, was er sehr bedauere. Er hoffe, dass sich dies im nächsten Jahr ändere, dass alle Gesangvereine sich an einer gemeinsamen Aufführung beteiligen würden.
Zum Abschluss wurde gemeinsam mit allen Besuchern unter Begleitung des Musikvereins „Tochter Zion“ gesungen. (lumi)

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