München – Die Lage in der bayrischen Landeshauptstadt hat sich entspannt. Nach einer Terror-Warnung waren der Bahnhof Pasing und der Münchener Hauptbahnhof in der Silvesternacht geschlossen worden.
Erst gegen vier Uhr früh hatte die Polizei die Bahnhöfe wieder freigegeben, mittlerweile läuft der Verkehr wieder nach Plan.
Die Behörden gaben allerdings keine Entwarnung, auch am Neujahrstag werde die Polizei „mit einer verstärkten Präsenz in München unterwegs sein“, so ein Sprecher.
Die Hinweise sollen unter anderem vom französischen Geheimdienst gekommen sein.
„Ich habe diese Entscheidung für richtig gehalten, weil ich der Meinung bin, dass wir angesichts solcher konkreten Drohungen – konkreter Ort, konkrete Zeit – keine Risiken eingehen können“, sagte der bayrische Innenminister Joachim Herrmann (CSU).
Es habe zunächst keine Festnahmen gegeben, auch wenn in der Warnung mehrere Tatverdächtige namentlich genannt wurden. Die Fahndung nach den Personen laufe jedoch.
Die Verdächtigen werden der Terror-Miliz „Islamischer Staat“ zugerechnet.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte zur Sicherheitslage und den Maßnahmen in München:
„Die Lage in Europa und auch in Deutschland bleibt im neuen Jahr ernst. Die Sicherheitsbehörden gehen weiterhin von einer hohen Gefährdung durch den internationalen Terrorismus aus.
Seit den Anschlägen in Paris erreichen uns vermehrt Hinweise. Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern gehen in diesem Zusammenhang verschiedenen Hinweisen, auch auf möglicherweise geplante Anschläge, nach und passen die Maßnahmen fortlaufend an die aktuelle Situation an. Dazu gehören insbesondere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Das war auch gestern in München der Fall.
In der Tat gingen gestern Hinweise bei uns ein. Diese wurden von den bayeri-schen Sicherheitsbehörden und dem Bundeskriminalamt bewertet. Es fand ein enger Informationsaustausch der betroffen Sicherheitsbehörden im GTAZ statt.
Die bayerischen Behörden haben mit Unterstützung der Bundespolizei um-sichtig, besonnen und entschlossen gehandelt. Dafür gebührt ihnen mein Dank. Auch in Zukunft werden die Sicherheitsbehörden die Situation gründlich analysieren und die gebotenen Maßnahmen konsequent ergreifen.“
(dts Nachrichtenagentur/red)

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