
Bernd Villhauer (links) und Dieter Gärtner mit einem von Gärtner erbauten Schiff aus Streichhölzern.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Zeiskam. Anfang März fand in der Fuchsbachhalle in Zeiskam die alljährliche Modellbauausstellung des PMC Südpfalz statt.
Wie jedes Jahr zeigten die anwesenden Modellbauer außergewöhnliche Exponate, die teilweise noch nicht auf Ausstellungen zu sehen waren. Der Modellbau ist ein außergewöhnliches Hobby, das mit viel Liebe und großem Detailreichtum gehegt und gepflegt wird.
Das Hobby erfordert Zeit, gute Konzentrationsfähigkeit, Kenntnisse der Geschichte und natürlich auch technische Fertigkeiten.
Der erste Vorsitzende des PMC, Bernd Villhauer, freute sich über den Erfolg und guten Besuch der zweitägigen Ausstellung.
Das Modellbautreffen in Zeiskam diene auch dem Treffen von LKW-Modellbauern aus ganz Deutschland, die sich sonst nur in einem Internet-Forum virtuell zusammenfinden, so Villhauer, der mit dem Pfalz-Express einen kleinen Rundgang durch die Halle unternahm.
Natürlich standen die Modellbauer vor Ort bereit, allen Interessierten entsprechend Rede und Antwort zu geben.
„Was den Schiffsmodellbau angeht, so sehen Sie Sachen, die man sonst nicht sehen kann“, erklärt Villhauer. So zeigten wieder Mitglieder der IG Waterline ihre Modellschiffe, die zu den Besten weltweit gehören.
„Waren diese Modelle bisher nur in den großen Shows in England (Telford) oder Norddeutschland (Hamburg und Heiden) zu sehen, so zeigt die jetzt regelmäßige Teilnahme der IG Waterline in Zeiskam, wie groß der Stellenwert dieser Ausstellung unter den Modellbauern Europas geworden ist“, erklärt Bernd Villhauer, selbst Mitglied der IG.
Ein absolutes Highlight waren auch die hand gebauten Bugatti Autos von Peter Rommel, der nach einigen Jahren der Abwesenheit wieder an der Ausstellung teilnahm.
Generell kann man sagen, dass wieder ein repräsentativer Querschnitt aus der Welt des Modellbaus gezeigt wurde, um dem interessierten Publikum eine Übersicht über die Vielseitigkeit dieses Hobbys zu vermitteln. Wer sich tiefer mit der Materie beschäftigen wollte, konnte dies mit entsprechender Lektüre bewerkstelligen.
Gut angenommen wurde an beiden Tagen ein Kinderbasteln für Kinder ab 10 Jahre. Die Kinder wurden von erfahrenen Modellbauern betreut und die Modelle stellte wie jedes Jahr die Firma Revell zur Verfügung.
So sollen junge Nachwuchsmodellbauer langsam an die Materie heran geführt werden, damit das Modellbauen kein aussterbendes Hobby wird.
Für das leibliche Wohl wurde ebenfalls bestens gesorgt, der selbstgebackene Kuchen ist mittlerweile weit bekannt.“Unsere Frauen haben einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Ausstellung. Viele Besucher kommen wegen der tollen Kuchen und Torten“, so Villhauer.
Vom Großschiff bis zum Diorama ist für Jeden etwas dabei, erklärt Villhauer. Wohl überwiege der Militärbau. „Aber nicht weil wir Militaristen sind, sondern weil uns die Technik interessiert.
Bei uns sind alle Nationen vertreten. Uns verbindet das gemeinsame Interesse am Modellbau. Wir lassen keine nazistischen Dinge zu, Hakenkreuze müssen abgedeckt werden.
Hier in Deutschland müssen wir das abdecken. Jede nazistische Äußerung und Handlung sind tabu bei uns. Nach Gesetzeslage dürften wir zwar Symbole zeigen, damit das Ganze authentisch aussieht. Wenn wir aber angezeigt würden, kann die Ausstellung geschlossen werden, deshalb bleibt es von vorne herein abgedeckt“.
Der Vorsitzende führt mich weiter zu Dieter Gärtner aus Heidelberg. „Das ist der Mann der Streichhölzer“.
Große Schiffe hat dieser aufgebaut – aus Streichhölzern! „Es gibt auf der Welt nichts Vergleichbares“, erklärt Villhauer.
Man muss Tausende von Streichhölzern abbrennen, genauer gesagt, den Schwefel abbrennen.
Jedes Zündholz muss noch mal in die Hand genommen werden, denn jedes Zündholz braucht eine feste Kante. Es gibt Schiffe, bei denen Gärtner fast 92000 Zündhölzer verbaut hat.
Da hat der Schiffsbauer wohl einen großen Arbeitsraum? Doch Gärtner baut auf dem Wohnzimmertisch. „Meine Frau wollte das so und ich kann mich, während ich arbeite, mit meiner Familie unterhalten.“
Die Modellbauer aus der Schweiz, Frankreich und Polen sind in Zeiskam gerne gesehen, sind sie doch auch ein kleiner Wirtschaftsfaktor.
Der Zeiskamer Verein hat gute Beziehungen zur Gemeinde und kann sich jedes Jahr über mehrere hundert Besucher während der beiden Tage freuen.
„Der Schauspieler braucht den Applaus, der Modellbauer die Anerkennung“, so Dieter Gärtner. Seine Schiffe werden nicht verkauft. „Da steckt Herzblut drin“. „Meine Freunde haben aber schon alle ein Schiff geschenkt bekommen“.
Dann stehen wir bei der IG Waterline – hier sind Bernd Villhauers Werke, seine Schiffe zu sehen. Man müsse in Stimmung sein um an einem Schiff zu arbeiten: „Wenn ich drei Stunden gebastelt habe, reicht mir das. Wenn man etwas erzwingen möchte, wird das nichts“.
Die Aussteller freuen sich schon aufs nächste Jahr, wenn sie wieder in der Fuchsbachhalle ihre Schätze präsentieren dürfen. (desa)

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