
Startschuss der „Mobilen Retter“ im Landkreis SÜW und der Stadt Landau im September 2018.
Archivfoto: kv süw
SÜW. Das Projekt der mobilen Retter im Landkreis Südliche Weinstraße und der Stadt Landau ist ein voller Erfolg. Mit den in diesem Monat erfolgten Schulungen in Annweiler, Offenbach, bei der Feuerwehr Landau und beim THW Landau wurde nun die Marke von 300 mobilen Rettern geknackt.
„Das Projekt wird sehr gut angenommen und ist ein wichtiger Baustein für die Sicherheit unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Außerdem ist es wieder ein gelungenes Beispiel für die interkommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Landau, mit der wir das System der mobilen Retter zusammen betreiben“, betont Landrat Dietmar Seefeldt. „Ich bin richtig stolz, dass es hier in der Südpfalz so viele Bürger gibt, die bereit sind, sich in diesem Projekt ehrenamtlich zu engagieren.“
Auch Landaus OB Thomas Hirsch freut sich, dass bereits mehr als 300 Frauen und Männer in der Region als mobile Retter aktiv sind und damit das Netzwerk an möglichst schneller Hilfe immer engmaschiger wird. „Bei einem medizinischen Notfall zählt jede Sekunde – daher bin ich besonders dankbar, dass so viele Krankenschwestern, Krankenpfleger, Ärzte, Feuerwehrleute und Mitglieder anderer Hilfsorganisationen in ihrer Freizeit ehrenamtlich helfen, Leben zu retten“, so Hirsch.
Markus Gerstle, Projektleiter der mobilen Retter beim Landkreis Südliche Weinstraße und der Stadt Landau, ergänzt: „Aktuell haben wir 312 mobile Retter, die seit der Einführung im September 2018 bereits zu 214 Einsätzen alarmiert wurden. Aufgrund der hohen Nachfrage werden wir auch 2019 weitere Schulungen anbieten, um das System noch weiter auszubauen.“
Hintergrund:
Beim plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand oder bei Bewusstlosigkeit ist eine schnelle, professionelle, medizinische Hilfe oft lebensentscheidend für den in Not geratenen Menschen.
Trotz eines gut strukturierten Rettungsdienstes vergehen nach Eingang des Notrufes bei den Leitstellen bis zu acht Minuten bis zum Eintreffen der ersten Rettungskräfte. Minuten, die über das Überleben oder dauerhafte Schädigungen des Gehirns entscheiden können.
Über ein innovatives, App-gestütztes Alarmierungssystem kann durch dieses System nun zeitgleich zum Rettungsdienst und Notarzt ein sich möglicherweise zufällig in unmittelbarer Einsatznähe befindlicher, medizinisch qualifizierter Ersthelfer, der sogenannte „Mobile Retter“, über sein Smartphone aufgespürt und alarmiert werden.
Diese Ersthelfer leiten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die unmittelbare medizinische Versorgung des Betroffenen oder qualifizierte Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Der Regel-Rettungsdienst und die First Responder Einheiten werden in unveränderter Weise alarmiert. Wichtig zu wissen für die Bevölkerung: Die Mobilen Retter kommen nicht in Einsatzfahrzeugen oder erscheinen in Dienstkleidung – sie kommen als „Experte“ aus der Nachbarschaft oder näheren Umgebung und wurden durch ihre Handy-App zum Einsatzort alarmiert.

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