
Startschuss der „Mobilen Retter“ im Landkreis SÜW und der Stadt Landau: Mobile Retter sind ab sofort alarmierbar.
Foto: kv süw
Landau. Das System der Mobilen Retter in der Stadt Landau und dem Landkreis Südliche Weinstraße ist im „Live-Betrieb“.
Den Startschuss dafür haben Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Landrat Dietmar Seefeldt und der zuständige Kreisbeigeordnete Helmut Geißer gestern bei der Integrierten Leitstelle in Landau gegeben. Der Disponent der Integrierten Leitstelle in Landau, Markus Gerstle, ist neuer Projektleiter des Systems.
Aktuell sind rund 40 Mobile Retter im Landkreis Südliche Weinstraße und der Stadt Landau registriert, die Ausbildungen laufen bereits. Derzeit werden die Mitglieder der Hilfsorganisationen ausgebildet, in Kürze beginnen auch die Schulungen für Interessenten.
„Wir freuen uns sehr, dass wir Markus Gerstle als neuen und fachkundigen Projektleiter für das Mobile Retter-System gewinnen und gestern den Startschuss geben konnten, sodass das System nun im Live-Betrieb ist.
Je schneller bei Herz-Kreislauf-Stillständen mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen begonnen wird, desto höher ist die Chance eines Patienten zu überleben bzw. keine dauerhaften Schäden des Gehirns zu erleiden.
Mehr ausgebildete Ersthelfer, intelligente Alarmierungssysteme und eine deutliche Zunahme der Laienreanimationen sind dabei ein entscheidender Weg zu mehr Erfolg. Unser Ziel ist, dass bis zum Jahresende 100 Mobile Retter registriert sind“, so Landrat Dietmar Seefeldt und Oberbürgermeister Thomas Hirsch.
Das Projekt basiert auf einem engmaschigen Netz an registrierten „Qualifizierten Ersthelfern“, die über ihre Smartphone-App mittels ortsbezogenen Diensten von der Integrierten Leitstelle Südpfalz in Landau benachrichtigt und – bei Bedarf – beauftragt werden.
Das Projekt des „Qualifizierten Ersthelfers“ nutzt die bei einem hinreichend engmaschigen Netz an qualifizierten Ersthelfern wahrscheinliche räumliche Nähe und zeitlich schnelle Erreichbarkeit eines Einsatzortes durch einen verfügbaren qualifizierten Ersthelfer.
Der Regel-Rettungsdienst und die First Responder Einheiten werden in unveränderter Weise alarmiert.
Der qualifizierte Ersthelfer leitet eine erste medizinische Versorgung des Patienten zur Verminderung des therapiefreien Intervalls bis zum Eintreffen des Regelrettungsdienstes bzw. der First Responder Einheit ein.
Um eine möglichst optimale Versorgungsqualität der Patienten zu gewährleisten, werden an die qualifizierten Ersthelfer besondere Qualifizierungs- und Teilnahmevoraussetzungen gestellt.
Diese werden vor Bestellung als Mobile Retter durch Mentoren qualifiziert und geschult. Als qualifizierte Ersthelfer kommen vor allem folgende Personengruppen in Betracht: (Not)Ärzte, Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter, Rettungshelfer, Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, Sanitätsdienstmitarbeiter – Hilfsorganisationen, Betriebssanitäter, Feuerwehrkräfte, Rettungsschwimmer, Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks etc.
Die geschulten Mentoren sind die Schnittstelle zwischen Projektleitung bzw. Verwaltung und den Mobilen Rettern in der jeweiligen Hilfsorganisation.
Sie beantworten einfache Fragen der Mobilen Retter oder stellen den Kontakt zu der Projektleitung her. Die Mentoren bilden weiterhin die zukünftigen Mobilen Retter eigenständig aus. (kv-süw/ld)

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