Berlin – Der scheidende EU-Parlamentspräsident Martin Schulz will die SPD bei der Bundestagswahl zur stärksten Partei machen.
„Die SPD muss den Anspruch erheben, die führende Partei in diesem Land zu sein“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Mit Blick auf die schwachen Umfragewerte sagte Schulz, es seien noch neun Monate bis zur Wahl, und viele Bürger entschieden sich erst in der Wahlkabine.
Das SPD-Präsidiumsmitglied rief seine Partei dazu auf, „bis zur letzten Minute“ um Stimmen zu werben. „Alles ist möglich“, sagte er. „Die SPD hat die Chance, die stärkste Partei zu werden.“
Schulz relativierte die Bedeutung von Umfragen auch für die Auswahl des sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten. Umfragen seien nur ein Teilaspekt, sagte er. „Wir werden schauen, dass wir Programm, Personal und Strategie in Einklang bringen.“
Zugleich verwies er auf seine guten persönlichen Umfragewerte: „Wenn die eigene Arbeit auf positive Resonanz stößt, ist man sicher nicht traurig und muss sich dafür auch nicht schämen.“
Die Frage, ob die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur intern schon gefallen sei, beantwortete Schulz ausweichend: „Eine Entscheidung ist in jedem Fall getroffen: Wir werden am 29. Januar ein Ergebnis haben.“
Eine Koalition mit der Linkspartei nach der Bundestagswahl schloss Schulz nicht aus. „Die Partei Die Linke hat verschiedene Personen aufgestellt, die für unterschiedliche Strategien stehen“, sagte er. „Die politische Dynamik ist so, dass man nichts in Stein meißeln darf. Aber man sollte auch nichts ausschließen.“
Die SPD könne mit Stolz darauf verweisen, was sie in der großen Koalition durchgesetzt habe, so Schulz. „Aber wir legen uns nicht fest – und gehen selbstbewusst in die Bundestagswahl. Die SPD will dieses Land führen. Und wer mit uns koalieren will, muss sich an unserem Programm orientieren.“
Das SPD-Präsidiumsmitglied nannte Fragen von Respekt und Gerechtigkeit als zentrales Thema für den Bundestagswahlkampf. „Diejenigen, die die Gesellschaft tragen, müssen das Gefühl haben, dass die Gesellschaft sie respektiert und für sie da ist“, sagte er. „Bei vielen hart arbeitenden Leuten, die sich an die Regeln halten, ist dieses Gefühl verloren gegangen.“
Viele Menschen fühlten sich ungerecht behandelt, „wenn sie ihre Steuern zahlen und sehen, dass es Konzerne gibt, die in Europa so gut wie keinen Beitrag leisten“.
Schulz betonte: „Wir müssen die internationale Steuerpolitik verändern – und das Prinzip einführen: Das Land des Gewinns ist das Land der Steuer.“ Außerdem müsse der „ruinöse Steuerwettbewerb der EU-Staaten untereinander aufhören“.
Deutschland als größter Nettozahler könne dabei einiges bewegen. „Wir müssen uns dagegen wehren, dass Empfängerländer Steuerdumping betreiben“, so Schulz. „Das ist nichts Nationalistisches, sondern eine Frage der Gerechtigkeit.“ (dts Nachrichtenagentur)

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Hoffentlich bekommt er eine Klatsche, dieser ist für das Deutsche Volk nicht tragbar. – Wer hat uns verraten?- die Sozialdemokraten.
Der war gut Herr Schultz