Mittwoch, 19. Februar 2020

Mannheim: Drei Afghanen mit LKW eingeschleust

16. Dezember 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Elsass Oberrhein Metropolregion, Nordbaden

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Mannheim – Am vergangenen Samstag wurden auf dem Firmengelände einer Spedition im Mannheimer Stadtteil Friedrichsfeld drei Personen auf der Ladefläche eines LKW gefunden.

Nach bisherigem Stand der polizeilichen Ermittlungen handelte es sich um drei Afghanen, die auf der Ladefläche des Fahrzeugs nach Deutschland geschleust wurden.

Gegen 10:45 Uhr informierte ein Disponent die Landespolizei in Mannheim darüber, dass ein Fahrer Klopfgeräusche aus seinem Auflieger vernahm. Im Beisein der Polizeibeamten öffnete der Fahrer den bis dahin regulär versiegelten Frachtraum. In diesem befanden sich zwei 18-jährige und ein 15-jähriger Afghane.

Alle Personen waren notdürftig mit Decken und Lebensmitteln ausgestattet. Nach einer ersten notärztlichen Untersuchung wurde festgestellt, dass es den Personen gut ging und keine ärztliche Behandlung erforderlich war.

Zur weiteren Ermittlung wurden die drei Afghanen sowie der Fahrer auf die Dienststelle der Bundespolizei zum Mannheimer Hauptbahnhof gebracht. Das Fahrzeug wurde sichergestellt. Ermittler der Bundespolizei übernahmen die Spurensicherung am Fahrzeug und vernahmen die beteiligten Personen.

Die Personen durch offenbar von unbekannten Schleusern nach Serbien gebracht. Dort stiegen sie auf die Ladefläche des LKW. Der Fahrer hatte nach übereinstimmenden Aussagen keinerlei Kenntnis über seine zusätzliche Ladung. Auch stellte er bei Fahrtunterbrechungen keine Beschädigungen an seinem Auflieger fest, die einen Zustieg in den Auflieger ermöglicht hätten. Erst als der Auflieger am Zielort von der Zugmaschine abgekoppelt werden sollte, bemerkte der Fahrer das Klopfen.

Der Fahrer des Lastzugs durfte nach seiner Vernehmung die Dienststelle verlassen. Gegen ihn besteht kein Tatverdacht. Die drei Afghanen äußerten ein Schutzersuchen. Nach Abschluss aller Maßnahmen konnten sie ebenfalls die Dienststelle verlassen und wurden der Landeserstaufnahmeeinrichtung Karlsruhe, beziehungsweise einem Kinderheim überstellt. (pol/red)

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