
Quelle: Naturschutzverband Hochstadt e.V.
Hochstadt. Die Biotopanlage mit Lebensturm des Naturschutzverbandes Hochstadt e.V. auf dem vereinseigenen Grundstück „In den Siebenmorgen“ auf dem Wirtschaftsweg Richtung Kleinfischlingen ist fertiggestellt und wird am Samstag, 17. September 2022, 15 Uhr der „Natur“ übergeben.
Artenschutz auf geringer Grundfläche! Viele Lebensräume sind in unseren aufgeräumten Grünflächen, Gärten und in der Landwirtschaft verloren gegangen, so dass nützliche Lebewesen keinen Unterschlupf mehr finden. Mit dem Bau dieses Lebensturmes kann etlichen Arten ein klein wenig geholfen werden. Artenschutz auf wenigen Quadratmetern aber bis zu vier Metern Höhe!
Das Grundgerüst des Hochstadter Lebensturms besteht aus ca. 4 Meter hohen Robinienstämmen, die untereinander fixiert wurden. Die vier Etagen des Turms wurden mit unterschiedlichem Material bestückt:
Erste Etage:
• Sandstein-Bruchsteine als Unterschlupf für Eidechsen.
• Ein mit Laub gefüllter eingebauter Kessel dient dem Igel von Oktober bis März als Unterschlupf.
Zweite Etage:
• Totholz ist Lebensraum für Holzbienen und Käfer. Wespen und Hornissen finden hier Material zum Bau ihrer Nester.
• Nistblöcke aus Hartholz für verschiedene Wildbienenarten.
Dritte Etage:
• Hohllochziegelsteine gefüllt mit Bambus, Schilf und Lehm für Wildbienen.
• Holzkisten gefüllt mit Schilf, Stroh und Tannenzapfen dienen Florfliegen und weiteren Insekten als Unterschlupf.
Vierte Etage:
Hier wurde mit Geäst aufgefüllt, sodass ein dichtes Gestrüpp entstand. So können Vögel ein Zuhause finden. (Nestbau für Rotkehlchen, Zaunkönig oder Feldsperrling).
Ein Dach schützt den Lebensturm. Es wurde mit Teichfolie belegt und mit Dachwurzen als naturnahe Dachbegrünung für Schmetterlinge, Raupen, Käfer und Spinnen begrünt.
Außen am Gerüst gibt es Platz für verschiedene Tierwohnungen:
• Fledermauskästen
• Halbhöhlenbrutröhre für Rotschwanz, Bachstelze und Feldsperling.
• Nistkästen für Meisen
• Tonblumentöpfe mit Stroh gefüllt für Ohrwürmer.
• Bündel aus markhaltigen Pflanzenstängeln in senkrechter Position für Wildbienen
• Begrünung mit Rankpflanzen (Zaunrübe und Geißblatt) für verschiedene Insekten.
Um den Lebensturm ist vegetationsarmer Rohboden, der Lebensraum für Wildbienen in der Erde ermöglicht. (80 % der solitärlebenden Wildbienen leben in der Erde.)
Außerdem wurden auf der Grundstücksfläche drei Steinhaufen angelegt, die insbesondere den Zauneidechsen und wärmeliebenden Insekten als Unterschlupf dienen.
Zur kleinen Übergabefeier sind alle Interessierte herzlich eingeladen.
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Ilbesheim. Äste suchen, sägen, malen, zusammen zimmern – Anfang März und Mitte April waren im Außengelände des Kindergartens Rappelkiste Eltern, Kinder und ...
Landau – Südlich der Queichheimer Brücke hat die Stadt Landau ehemalige Bahnflächen erworben, die überwiegend parallel zu den noch betriebenen Bahngleisen ...
Karlsruhe/Kreis Germersheim – In Halle 1 am Stand B.04 direkt am Eingang dreht sich auf fast 300 qm alles rund um die ...
Hochstadt. Der SPD-Ortsverein Hochstadt lädt am Samstag, 16. Juni zu einer Nachtwanderung vom Naturfreundehaus Hochstadt zur Liebesinsel auf der Gemarkung von Essingen ...
Roschbach. Das Kooperationsteam „Lebensraum für Bienen, Insekten & Co.“ plant das Anlegen eines Bienenrundwegs in der Gemarkung Roschbach. Das Team setzt sich ...
Schaidt – Auf Initiative des Heimatvereins Schaidt und der Grundschule wurden von ehrenamtlichen Helfern der örtlichen Gemeinschaft zwei Insektenhotels gebaut. Sie wurden ...
Hochstadt. Auch in diesem Jahr findet in Hochstadt am Kerwe-Sonntag, dem 9. September wieder ein Hobbykünstlermarkt rund ums DGH statt. Über ein ...
Hochstadt/B272 – In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat es bei Hochstadt auf der B272 in Höhe der Parkplätze einen Unfall ...
Neustadt-Gimmeldingen. Am 10. April , 17 Uhr, heißt es bei einer Führung „Vögel und Pflanzen und was bei uns kreucht und fleucht“. ...
Hochstadt. Für ihn war es der erste Neujahrsempfang in seiner Funktion als Bürgermeister: Timo Reuther begrüßte zunächst die drei Beigeordneten Uschi Heupel, ...












