
Landtag Rheinland-Pfalz in Mainz.
Foto: Pfalz-Express/ Rolf H. Epple
Mainz – Der rheinland-pfälzische Landtag hat das Quorum für die Einsetzung von Untersuchungsausschüssen angehoben. Künftig ist dafür ein Viertel der Abgeordneten erforderlich, bislang lag die Hürde bei einem Fünftel.
Für die entsprechende Verfassungsänderung stimmten SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen. Die Fraktionen hatten die Gesetzentwürfe gemeinsam eingebracht. Mit der Neuregelung orientiert sich Rheinland-Pfalz nach Darstellung der Befürworter am Grundgesetz und an Regelungen in anderen Bundesländern.
Als Begründung führen SPD, CDU und Grüne den Schutz der parlamentarischen Demokratie an. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Michael Hüttner, erklärte, Ziel der Änderung sei es, möglichen Missbrauch zu erschweren und die Arbeitsfähigkeit von Parlament und Regierung zu sichern. Die Rechte bereits eingesetzter Untersuchungsausschüsse würden nicht beschnitten.
Kritik kommt von der AfD. Hintergrund ist die Sitzverteilung im künftigen Landtag: Bislang reichten 21 Abgeordnete aus, um einen Untersuchungsausschuss einzusetzen. Die AfD verfügt über 24 Sitze und hätte dieses Recht damit eigenständig wahrnehmen können. Mit der Anhebung auf ein Viertel sind künftig 26 Stimmen notwendig, die AfD kann Untersuchungsausschüsse damit nicht mehr allein einsetzen.
Vertreter der Partei kritisierten die Entscheidung scharf. Der designierte Fraktionsvorsitzende Michael Büge und der Bundestagsabgeordnete Sebastian Münzenmaier inszenierten vor dem Mainzer Landtag eine Protestaktion in schwarzer Kleidung mit Trauerkranz. „Heute ist in Rheinland-Pfalz ein Stück Demokratie gestorben“, erklärten sie. CDU, SPD und Grüne nähmen der Opposition ein zentrales Kontrollrecht. Die AfD verweist zudem auf eine gestartete Online-Petition gegen die Neuregelung.

Diesen Artikel drucken



Mainz. Im neu gewählten rheinland-pfälzischen Landtag zeichnet sich ein erster Machtkonflikt ab: Die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen planen, die parlamentarischen ...
Angler müssen ihre Fischereischeine künftig nicht mehr durch einen Gang zur Verwaltung verlängern lassen. Der Landtag hat in seiner Sitzung am Mittwochabend ...
RLP – Der rheinland-pfälzische Landtag hat eine Übergangsregelung im Landesaufnahmegesetz verabschiedet und damit die Finanzierung der kommunalen Flüchtlingsaufnahme für die Jahre 2025 ...
Mainz – Die Rohbauarbeiten am historischen Mainzer Deutschhaus am Rhein, seit 1951 Sitz des rheinland-pfälzischen Landtags, sind seit diesem Sommer beendet. Dieses ...
Mainz – Die SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag hat einen neuen bildungspolitischen Sprecher: Florian Maier aus Landau übernimmt das Amt von Sven Teuber, ...
Mainz – Die Landtagsfraktion der AfD RLP nimmt Stellung zu der Debatte um die Zahl der Vizepräsidenten im rheinland-pfälzischen Landtag. Man habe ...
Mainz – Wer den Einsatz von Polizei, Rettungsdiensten oder der Feuerwehr in Rheinland-Pfalz behindert, muss künftig mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen. Der ...
Mainz – Rund 160 Rekruten des Luftwaffenausbildungsbataillons aus Roth und des Heimatschutzregiments 5 aus Hessen legten am 19. November 2025 ihr Feierliches ...
Kreis Germersheim – Bürger können am 18. November an einer Plenarsitzung mit einem anschließenden Informations- und Austauschgespräch mit den beiden Abgeordneten Dr. ...
München – Der bayerische Landtag hat am Dienstagabend das umstrittene neue Polizeiaufgabengesetz mit der CSU-Mehrheit beschlossen – gegen SPD, Grüne und Freie ...
Mainz. Wolfgang Schwarz, neuer polizeipolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, begrüßt die neue Regelung zur Mehrarbeit von Polizeibeamten. „Die in den ...
Mainz. Der rheinland-pfälzische Landtag kommt zu seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 29. April um 14 Uhr mit verkürzter Tagesordnung und mit reduzierter ...














