Sonntag 16.August 2026

Landauer Stadtrat stimmt Grundstücksverkauf an Vulcan Energy zu

11. September 2025 | Kategorie: Landau, Politik regional

Foto: Pfalz-Express/Rolf H. Epple

Landau. Der  Landauer Stadtrat hat in seiner Sitzung am 9. September dem Verkauf des Grundstücks D12 im Gewerbegebiet „Am Messegelände Südost“ an die Vulcan Energie Ressourcen GmbH mit Mehrheit zugestimmt.

Die Fläche umfasst etwa 10 Hektar und soll für den Bau einer kombinierten Geothermie- und Lithiumextraktionsanlage (G-LEP) genutzt werden. Dieses Projekt ist Teil der ersten Phase des „Lionheart“-Programms des Unternehmens, das Geothermie zur Erzeugung erneuerbarer Energie mit der Gewinnung von Lithium verbindet.

Der Bebauungsplan für das Grundstück wurde bereits im Juni 2024 vom Stadtrat genehmigt. Im November 2024 schloss Vulcan einen Optionsvertrag ab, der den Erwerb der Fläche regelte. Ein Early-Works-Abkommen mit der Stadt Landau folgte im Januar 2025.

Die aktuelle Entscheidung markiert den nächsten Schritt in der Umsetzung, wobei der finale Kauf vom Abschluss der Finanzierung abhängt, der für die zweite Jahreshälfte 2025 geplant ist. Im Gewerbegebiet mit einer Gesamtgröße von rund 42 Hektar sollen auf der Fläche eine ORC-Geothermieanlage, eine Lithiumextraktionsanlage sowie eine Fernwärmezentrale entstehen.

Diese Anlage ist vorgesehen, um das lokale Fernwärmenetz mit erneuerbarer Wärme zu versorgen. Zusätzlich plant Vulcan den Bau eines 110/20-kV-Umspannwerks zur Anbindung ans Hochspannungsnetz der Pfalzwerke.

Die Baugenehmigungen für die Geothermieanlage und die Umspannstation liegen bereits vor. Das extrahierte Lithium soll in einer Zentralanlage in Frankfurt-Höchst zu Lithiumhydroxidmonohydrat weiterverarbeitet werden.

Die Genehmigung für diesen Standort wurde am 9. September vom Regierungspräsidenten Prof. Dr. Jan Hilligardt erteilt.„Die Zustimmung des Stadtrats unterstreicht den Rückhalt für das Lionheart-Projekt in der Region. Wir kooperieren eng mit der Stadt Landau, um eine erneuerbare Wärmeversorgung zu gewährleisten“, sagte Thorsten Weimann, Chief Development Officer und Geschäftsführer der Vulcan Energie Ressourcen GmbH.

Das Projekt soll zur Dekarbonisierung des Fernwärmesystems beitragen und jährlich bis zu 24.000 Tonnen Lithiumhydroxidmonohydrat liefern, was für etwa 500.000 Elektrofahrzeugbatterien reicht.

Das Vorhaben wird gefördert durch das Kultusministerium Rheinland-Pfalz, den Bezirksverband Pfalz, die Stadt Landau sowie weitere Institutionen wie die Stiftung der Sparkasse Südwest und die Dieter-Kiesel-Stiftung.

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