Dienstag 16.Juni 2026

Lachen-Speyerdorf: Neue Weinprinzessin heißt Lena

2. Dezember 2025 | Kategorie: Leute-Regional, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer

Lena wird von der Pfälzischen Weinkönigin gekrönt.
Foto: Carsten Hofsäß

Lachen-Speyerdorf. Die 65. Lachen-Speyerdorfer Weinprinzessin heißt Lena Hofsäß. Sie wurde während eines stimmungsvollen Krönungsabends, den die Weinfreunde Lachen-Speyerdorf ausrichteten und durch den Anastasia Kronauer, selbst ehemalige Lachen-Speyerdorfer Weinprinzessin und Pfälzische Weinkönigin, führte, von der Pfälzischen Weinkönigin Anna Antonia Cölsch gekrönt und darf den Ortsteil nun ein Jahr lang repräsentieren.

Ihre Vorgängerin Hanna Veith blickte zuvor auf ihre 364-tägige Amtszeit zurück, in der sie 93 Termine wahrnahm, davon 41 in Lachen-Speyerdorf. Dazu zählten unter anderem Weinfest- und Kerweeröffnungen, Krönungen sowie Neujahrsempfänge. Mit Bildern blickte sie auf Erlebnisse, Begegnungen und besondere Momente zurück, die sie auch in einem „Vielmachglas“ gesammelt habe und auch der neuen Weinhoheit übergab.

Ortsvorsteherin Fabienne Gerau-Frisch fiel es sichtlich schwer, Hanna Veith aus ihrem Amt zu entlassen, denn mit ihrer Ausstrahlung und Begeisterung habe sie Lachen-Speyerdorf sehr eindrucksvoll repräsentiert und gezeigt, wie wertvoll es ist, die besonderen Momente des Lebens zu sammeln.

Danach führte das Froschkönigspaar Lucia Pinot Arguijo und Erna Hahn die neue Weinhoheit, flankiert von Nicole Noé und Susanne Zinkgraf von den Weinfreunden und in Begleitung anderer Hoheiten, der „Wochenendfamilie“, zur Bühne, wo sie sich zunächst kurz selbst mit Fragen aus einem Vielmachglas vorstellte, bevor sie von Anna Antonia Cölsch zu Lena I. gekrönt wurde.

Die 18-jährige Schülerin des technischen Gymnasiums in Neustadt, von 2016 bis 2017 Froschkönigin, kannte die Bühne bereits durch ihre Aktivitäten beim Karnevalclub Rot-Weiss Lachen-Speyerdorf, wo sie in der Prinzengarde tanzt, sowie durch den Kinderchor „Notenhüpfer“. Sie betonte, dass sie voller Freude und Dankbarkeit sei. „Es ist für mich eine große Ehre, die Tradition [der Weinprinzessin] fortsetzen zu dürfen und unser Winzerdorf, den Wein und die Gemeinschaft in den kommenden zwölf Monaten zu repräsentieren“.

Die 18-jährige, drittes von fünf Kindern, deren Lieblingswein der Silvaner ist, erklärte: „Der Weinbau begleitet nicht nur unser Winzerdorf, sondern auch meine Familie bereits seit Generationen, denn die Eltern meines Papas stammen beide aus Weinbaufamilien“.

Deshalb sei Weinbau für sie nicht nur Tradition, sondern „auch Leidenschaft, Identifikation und aufgrund meiner Familiengeschichte auch etwas ganz Persönliches“. Die örtlichen Winzer bat sie, ihr dabei zu helfen, ihr Wissen über den Wein zu erweitern.

Besonders hob sie auch die Bedeutung des Ehrenamts hervor: „Was wäre dieses Amt, was wäre dieser Ort, ohne die vielen ehrenamtlich Engagierten, die es überhaupt erst möglich machen, dieses Amt auszuüben, die Feste und Veranstaltungen wie die Kerwe organisieren, wo man feiern und mit Menschen ins Gespräch kommen kann.“

Großer Dank galt neben Familie und Freunden aber Nicole Noé, Anastasia Kronauer und ihrer Vorgängerin Hanna Veith, die ihr mit Rat und Tat zur Seite stünden. „Schon beim Abendessen habe ich früh gelernt: Nichts ist wertvoller als das bunte, manchmal laute, aber immer verlässliche Netz aus Menschen und Erinnerungen. Sowohl in der Familie als auch im Dorfleben.“

Sänger und Gitarrist Johnny Rieger unterhielt in der Pause das Publikum und animierte es erfolgreich zum Mitsingen.

Hanna wird verabschiedet.
Foto: Carsten Hofsäß

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