Donnerstag 10.September 2026

Krankenhausreform: Landrat Ihlenfeld reagiert erfreut – Angebot im Kreiskrankenhaus Grünstadt bleibt weitgehend erhalten

1. September 2026 | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim, Regional, Regional

Kreiskrankenhaus Grünstadt
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Bad Dürkheim. Zu den heute (1.September) veröffentlichten rheinland-pfälzischen Ergebnissen der bundesweiten Krankenhausreform erklärt Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld: „Wir sind zunächst optimistisch, dass das Kreiskrankenhaus Grünstadt nach den heutigen Ergebnissen als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit weitestgehend den bisherigen Angeboten erhalten bleiben kann.

Mehr als 95 Prozent der bisherigen Leistungsgruppen bleiben in Grünstadt bestehen. Wenn sich das bestätigt, sind das gute Nachrichten für unser Kreiskrankenhaus.“

Laut den aktuellen Planungen sollen im Kreiskrankenhaus Grünstadt ab dem 1. Januar 2027 folgende Leistungsgruppen erhalten bleiben:

Allgemeine Innere Medizin
Allgemeine Chirurgie
HNO
Geriatrie
Allgemeine Frauenheilkunde
Geburtshilfe
Intensivmedizin
Knie-Endoprothetik
Hüft-Endoprothetik

Nicht mehr vorgesehen sind derzeit die Leistungsgruppen Wirbelsäulenchirurgie sowie Revisionen von Knie und Hüfte. Den Krankenhäusern wird jedoch noch die Möglichkeit einer Stellungnahme eingeräumt.

Ob dadurch noch Änderungen erreicht werden können, ist derzeit nicht absehbar. Landrat Ihlenfeld kündigte an, die Ergebnisse genau zu prüfen und Gespräche in verschiedene Richtungen zu führen. Besonderes Augenmerk gelte dem evangelischen Krankenhaus in Bad Dürkheim.

Nach bisherigem Kenntnisstand könne sich das Ministerium dort die Entwicklung zu einer Regioklinik vorstellen. „Die Auswirkungen einer solchen Entwicklung müssen hinreichend geprüft und mit dem Ministerium intensiv kommuniziert werden“, so der Landrat.

Für das Hetzelstift in Neustadt und das Diakonissenkrankenhaus in Speyer sind nach den bisherigen Erkenntnissen zunächst keine wesentlichen Veränderungen bei den Leistungsgruppen geplant. „Das ist positiv zu bewerten für den südlichen Landkreis mit Haßloch und den Verbandsgemeinden Deidesheim und Lambrecht“, betonte Ihlenfeld.

Abschließend unterstrich der Landrat das zentrale Ziel des Landkreises: „Es bleibt das oberste Ziel, dass für alle Bürger im Sinne des Sicherstellungsauftrages auch in Zukunft wohnortnah eine stationäre Versorgung zur Verfügung steht – dafür werden wir uns weiter einsetzen.“

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