Montag, 18. Januar 2021

Kölns Polizeipräsident: Silvesterübergriffe „neue Form von Attentat“ – Sicherheitsgarantie für dieses Silvester

29. Dezember 2016 | Kategorie: Nachrichten
Polizeistreife am Kölner Hauptbahnhof. Foto: dts Nachrichtenagentur

Polizeistreife am Kölner Hauptbahnhof.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Köln – Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies hat die Ereignisse der Kölner Silvesternacht als „neue Form von Attentat“ in Deutschland gewertet, gibt aber für die kommende Silvesternacht am Dom eine Sicherheitsgarantie.

Er bestätigte im Doppelinterview mit der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, deren Einschätzung, die den „Exzess sexueller Gewalt“ rund um den Kölner Hauptbahnhof als „politischen Akt“ sieht. „Es spricht vieles dafür, dass das genauso war“, sagte Mathies dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Außerdem kritisierte der Polizeipräsident das exzessive Böllern an zentralen Stellen Kölns in der Silvesternacht: „Ich war selber vor 25 Jahren einmal mit meiner Frau auf der Deutzer Brücke, und wir haben uns danach geschworen: Nie wieder. So beängstigend waren uns die Böller um die Ohren geflogen.“

Aus Sicherheitsgründen würde er persönlich bevorzugen, wenn es an Silvester nur ein zentrales Feuerwerk gäbe, an dem sich alle „gefahrlos erfreuen“ könnten. Ihm sei aber bewusst, dass ein Verbot privater Böllerei „bundesweit entschieden werden müsste und den Interessen etwa der Industrie und des Handels zuwiderliefe“.

In der Silvesternacht will er Polizisten auf der Deutzer Brücke und in der Altstadt postieren, die „sehr genau darauf achten werden, wie dort Feuerwerkskörper eingesetzt werden“.

Sicherheitsgarantie für Silvester

Mathies gibt im Interview vor der kommenden Silvesternacht eine Sicherheitsgarantie für die Feiern in der Innenstadt ab. „Ich verspreche Ihnen, dass Sie sich dort am Dom außerordentlich sicher fühlen können.

Dies, so Mathies weiter, sei sein oberstes Interesse, „dem dient die Präsenz-Offensive der Kölner Polizei für die Silvesternacht“. Zum Jahreswechsel hat die Kölner Polizei nach eigenen Angaben 1500 Beamte im Einsatz. 300 von ihnen sind als Dreier-Streifen unterwegs.

Zusätzlich hält die Bundespolizei eine Interventionseinheit bereit, die Verdächtige per Hubschrauber verfolgen kann. Schwarzer attestierte dem Polizeipräsidenten, der nach Ablösung seines Vorgängers Wolfgang Albers Anfang Januar ins Amt kam, eine erfolgreiche Arbeit im Bemühen, das Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung zu verbessern.

„Ich muss Ihnen sagen, Herr Mathies, dass ich besser schlafe, seit Sie im Amt sind. Ich habe das Gefühl, dass die Kölner in puncto Sicherheit bei Ihnen in guten Händen sind.“ (dts nachrichtenagentur)

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3 Kommentare auf "Kölns Polizeipräsident: Silvesterübergriffe „neue Form von Attentat“ – Sicherheitsgarantie für dieses Silvester"

  1. Max sagt:

    Dieses Silvester ?
    Wie viele Jahre soll das so weitergehen mit Maschinenpistolen und Panzersperren auf Weihnachtsmärkten. Eingezäunte Festwiesen. Abgesagten Veranstaltungen ?

  2. Johannes Zwerrfel sagt:

    Richtig Max,
    wer die Außengrenzen von Europa nicht sichert muss jede noch so kleine Veranstaltung im Inneren zur Festung ausbauen.

    PASSEND dazu:

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, Sehr geehrter Herr Innenminister,

    Die Schonzeit ist vorbei. Kalenderweisheiten und das ständige Warnen vor der AFD reichen nicht mehr aus, um den inneren Frieden im Lande zu bewahren. Natürlich dürfen wir uns von der Angst nicht lähmen lassen, und ja, wir dürfen der Logik der Terroristen nicht folgen. Aber was haben Sie als verantwortliche Politiker seit Paris, Brüssel und Nizza getan, damit die Logik und die Tragik des Terrors uns nicht trifft?

    Als Bürger, und als einer der meist gefährdeten Personen in Deutschland, habe ich einige Fragen, und erwarte von Ihnen darauf klare Antworten:

    • 1. Wie konnte ein vorbestrafter Islamist wie Anis Amri, der von den Sicherheitsbehörden als Gefährder eingestuft und beobachtet wurde, sich in Deutschland so lange frei bewegen und seine Tat vorbereiten, ohne dass die Behörden einen blassen Schimmer von seinen Plänen hatten?

    • 2. Wie viele Milliarden Euros werden eigentlich für die Überwachung gewaltbereiter Islamisten verwendet? Wie viele hoch bezahlte Terrorexperten und Gremien beraten die Bundesregierung? Wie viele Präventionsprojekte [Verhütung, Vorbeugung] sind am Laufen? Und was nutzt das alles wenn ein Terrorist wie Amri dadurch vor seiner Tat nicht gestoppt werden kann?

    • 3. Was geschieht nun mit den 12 Moscheen, in denen Amri verkehrte und teilweise sogar als Imam aufgetreten war? Was geschieht mit anderen Predigern, die die gleiche Ideologie wie Amri im Namen der Glaubensfreiheit in deutschen Moscheen weiter verbreiten?

    • 4. Wie viele Islamisten sind im Zuge der Grenzöffnung im September 2015 nach Deutschland eingereist? Wie viele von ihnen werden von der Polizei überwacht? Wie viele sind untergetaucht?

    • 5. Wie viele Straftaten (Körperverletzung, Diebstahl, sexuelle Belästigung, Vergewaltigung usw.) wurden von Menschen begangen, die als „Schutzsuchende“ in den letzten 15 Monaten ins Land kamen? Wie viele von ihnen sitzen schon hinter Gittern und wie viele sind noch frei? Und wer schützt uns vor ihnen, wenn das Gesetz und die Polizei mit ihnen überfordert sind? Was haben Sie konkret gemacht, damit Köln, Ansbach, Würzburg, Freiburg, Hamburg und Berlin sich nicht wiederholen außer immer wieder zu betonen, dass es eine 100-prozentige Sicherheit nicht geben kann?

    • 6. Was ist aus den anderen friedlichen Flüchtlingen geworden? Wie viele von ihnen lernen bereits Deutsch? Wie viele machen eine Ausbildung? Wie viele haben einen Job? Wie viele von ihnen sind frustriert und stehen kurz vor der Radikalisierung?

    • 7. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Sie, Frau Bundeskanzlerin, gute Absichten hatten, als Sie die Grenzen letztes Jahr geöffnet haben. Aber gute Absichten schützen nicht vor der Verantwortung für das Versagen. Wann übernehmen Sie endlich die Verantwortung? Wann ziehen Sie die Konsequenzen? Warum glauben Sie, und warum glauben so viele in diesem Land, dass Sie alternativlos sind? Was ist so besonders an Ihnen? Sie gestalten nicht, sondern managen nur die Probleme, die sie teilweise geschaffen haben. Sie haben keine Visionen, sondern eine moralische Pflicht und den Wunsch, der deutsche Gorbatschow zu werden, mit aller Tragik, die dazu gehört!

    Als Sie, Frau Merkel, gesagt haben „Wir schaffen das“, habe ich von ihnen einen Plan erwartet, der meine Fragen im Voraus hätte beantworten können. Da sich Ihre Aussage aber als eine leere Formel herausstellte, erwarte ich von ihnen jetzt, dass sie das Problem endlich benennen und ihren Plan offen legen, wie Sie das Problem lösen wollen.

    Und ja, bevor ich es wieder vergesse, noch eine Frage:

    • 8. Glauben Sie immer noch, dass der Islam ein Teil von Deutschland ist?

    Frohes neues Jahr. Wir sehen uns 2017!

    Quelle: Hamed Abdel-Samad hat ein paar Fragen an die Bundeskanzlerin und den Innenminister

  3. Alfred M. sagt:

    „Die Zuwanderung durch“ Flüchtlinge „wird sich nicht negativ auf das Leben der Deutschen auswirken und niemandes Freiheiten und Gewohnheiten werden dadurch beeinflusst…“

    Tja, irgendwie sieht die Realität jetzt anders aus…

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