München – US-Außenminister John Kerry hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz erneut Russlands Vorgehen in Syrien kritisiert.
Die militärischen Angriffe in der Region seien nicht im Sinne der internationalen Gemeinschaft, so Kerry. Moskau müsse einen Kurswechsel vollziehen und sich auf „auf andere Ziele konzentrieren“.
Der Außenminister warf Russland vor in Syrien nicht nur IS-Stellungen, sondern auch legitime Oppositionsgruppen zu bombardieren.
Das müsse geändert werden: Nur so könne die Einigung auf eine Waffenruhe in Syrien umgesetzt und eine politische Lösung gefunden werden, sagte der US-Außenminister.
Alle Entscheidungen, die in den kommenden Wochen und Monaten getroffen werden, könnten den Konflikt in Syrien beenden – oder weiter verschärfen.
Bei einem Treffen der sogenannten Syrien-Kontaktgruppe in München hatten sich die Teilnehmer am Freitag auf das weitere Vorgehen verständigt: Ein Ende der Kämpfe binnen einer Woche werde angestrebt, hatt en Kerry und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mitgeteilt.
Angriffe auf Stellungen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ seien jedoch ausgenommen.
Zudem habe man sich auf rasche humanitäre Hilfe geeinigt. Die ersten Hilfstransporte mit Lebensmitteln und Medikamenten sollen schnellstmöglich in der Krisenregion eintreffen. (dts Nachrichtenagentur)

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