Mittwoch, 26. September 2018

Karlsruhe: Grundstein für IKEA-Neubau gelegt – Eröffnung im Sommer 2020

13. September 2018 | 1 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Nachrichten, Nordbaden, Regional, Wirtschaft in der Region

So soll der neue Ikea in Karlsruhe aussehen. Für die Gestaltung der Fassade wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben.
Foto: Inter IKEA Systems B.V. 2018

Karlsruhe – Das schwedische Unternehmen IKEA hat am Donnerstag in Karlsruhe den Grundstein für das 54. Einrichtungshaus in Deutschland gelegt.

Mit großem Hallo wurde das Event begangen, dem ein Rechtsstreit über die ursprünglich in Rastatt vorgesehene IKEA-Ansiedlung und eine Änderung des Regionalplans für den jetzigen Standort vorausgegangen war.

Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (SPD), Prof. Gerd Hager (Verbandsdirektor Regionalverband Mittlerer Oberrhein), Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, Johannes Ferber, Property Manager IKEA Deutschland und Sven Rau, stellvertretender Geschäftsführer IKEA Deutschland, waren bei der Grundsteinlegung dabei.

Das Unternehmen investiert rund 80 Millionen Euro in Karlsruhe und schafft etwa 200 neue Arbeitsplätze. Die Eröffnung ist im Sommer 2020 geplant.

Gute Anbindung an die City

Größter Standortbonus an der Durlacher Allee ist die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr: Zwei Straßen- und zwei S-Bahnlinien mit teilweise überregionaler Anbindung halten direkt vor der Tür, zudem liegt der Standort genau am regionalen Radwegenetz.

IKEA kündigte an, mit dem  „maßgeschneiderten Lieferkonzept“ dafür sorgen zu wollen, dass möglichst viele Besucher mit alternativen Verkehrsmitteln wie Stadtbahn oder Rad zum Einkaufen kommen. An zwei E-Tankstellen kann man Elektroautos kostenlos laden. Auch soll es Lademöglichkeiten für E-Bikes geben. Für die Besucher stehen über 1.200 Parkplätze zur Verfügung, hinzu kommen 300 Fahrradstellplätze.

Heizen mit Fernwärmenetz

Auch Nachhaltigkeit will man praktizieren. „Hier in Karlsruhe schließen wir unser Einrichtungshaus zum Heizen an das bestehende Fernwärmenetz der Stadtwerke Karlsruhe an“, so Johannes Ferber.

Die Karlsruher Fernwärme werde im Kraftwerk am Rheinhafen in einem so genannten Kraft-Wärme-Koppelbetrieb umweltschonend erzeugt. „Zum Kühlen verwenden wir elektrische Kältemaschinen, die wir mit regenerativ erzeugtem Strom betreiben.“ Um Trinkwasser zu sparen, werden die Sanitäranlagen mit Regenwasser betrieben.

Außerdem plant IKEA ein Gründach: Mit über 12.000 Quadratmetern sollen rund 60 Prozent der Dachfläche mit einer Mischung aus Pflanzen, Gräsern und Kräutern begrünt werden.

Möbel und Wohnaccessoires auf einer Ebene

Zudem setzt IKEA in Karlsruhe auf ein besonderes Store-Format: Auf dem vergleichsweise kleinen Grundstück entsteht ein mehrgeschossiges Einrichtungshaus mit insgesamt fünf Ebenen.

Eine weitere Besonderheit: Möbelausstellung und Markthalle mit den Töpfen und Teppichen finden die Kunden dabei auf einer Ebene.

„Sternstunde für Regionalplanung“ – Karlsruher OB hofft auch noch mehr Besucher

Verbandsdirektor Gerd Hager sprach von einer „Sternstunde für Regionalplanung“. Letztendlich hätten alle Beteiligten profitiert. „Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen bei der Standortsuche kann der Elch aus Schweden nun das richtige Biotop beziehen. Der Ort stimmt, der Standort auch“, so Hager.

Der Karlsruher OB erhofft sich vom neuen Möbelriesen noch mehr Besucher in der der Stadt: „Ich bin überzeugt, dass die Ansiedlung von IKEA die Anziehungskraft von Karlsruhe auf die Region und auch darüber hinaus verstärken wird und noch mehr Besucherinnen und Besucher aus dem Umland in die Stadt lockt“, so Metrup (SPD). Besonders der Anschluss von IKEA an das bestehende Fernwärmenetz der Stadtwerke Karlsruhe sei ein nachhaltiger Schulterschluss zwischen Stadt und Investor. (red/cli)

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Ein Kommentar auf "Karlsruhe: Grundstein für IKEA-Neubau gelegt – Eröffnung im Sommer 2020"

  1. Makamabesi sagt:

    Das dürfte Rekord sein.
    Von der ersten Anfrage eines Ikea Ladens nahe Karlsruhe 1990 bis zur (voraussichtlichen) Eröffnung 2020 brauchts 30 Jahre!
    Macht Hoffung für die Rheinbrücke.

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