
Es ist soweit: Die Anlage ist freigegeben.
Fotos: Pfalz-Express/Licht
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Kandel – Die Sport- und Freizeitanlage an der Bienwaldhalle ist komplett. Kandels Stadtbürgermeister Günther Tielebörger (SPD) hat am Dienstag einen über den Winter installierten Platz mit neuen Fitnessgeräten offiziell eingeweiht. Auch ein Bolzplatz mit Toren aus Metall ist dazugekommen.
Kinder, Jugendliche und natürlich auch Erwachsene haben nun die Wahl zwischen eben jenen Möglichkeiten und einem Beachvolleyball-Platz, einer Halfpipe oder einem Parcour für Geländefahrräder.
Das Konzept wurde mit dem Jugendzentrum (Juze) abgestimmt, der Bauhof war mit der Ausführung beauftragt. Die neu hinzugekommenen Fitness-Geräte (ausgestattet mit QR-Code) kamen sofort gut an und wurden fleißig ausprobiert. Auch der Stadtchef versuchte sich daran, nachdem das Absperrband zusammen mit Juze-Leiter Sighart (Sigi) Berninghaus durchtrennt war – kurzerhand mit einem Messer, an eine Schere hatte niemand gedacht.
„Es ist jetzt eine interessante Spiel- und Sportanlage geworden und rundet das Freizeitangebot an der Bienwaldhalle ab“, sagte Tielebörger. „Das ist Fortschritt, den man sehen kann.“
Jugendliche engagieren sich
Aktive des Jugendzentrums hatten einen Grill aufgebaut und verköstigten die Einweihungsgäste mit Steaks, Bratwürsten und Getränken.
Überhaupt gibt es zahlreiche aktive Jugendliche im Juze, die sich einbringen und selbst Hand anlegen. Marius Kuhbach beispielsweise hat ganz alleine begonnen, den nicht mehr befahrbaren BMX-Parcours wieder auf Vordermann zu bringen. Er kaufte sich eine Spitzhacke und legte einfach los. Nach wenigen Tagen gesellten sich weitere Juze-Jugendliche dazu – nun ist der Parcous fast wie neu. Kuhbach arbeitet im Elektronikzentrum der Bundeswehr in Bad Bergzabern und will bald in eine Laufbahn als Berufssoldat wechseln.

Marius Kuhbach
Ein weiterer Aktiver ist Philip Spurk, der für die Musik und Technik gesorgt hat. Der 16-jährige hat sich sogar mit einer gerichtlichen Ausnahmegenehmigung mit einer Event-Agentur selbstständig gemacht. Zwei Beispiele von „Juze-Jugendliche“, die sich dort immer gut aufgehoben gefühlt haben und wieder etwas an die Gemeinschaft zurückgeben möchten. Leiter Sigi und seine Stellvertreterin Tanni sind stolz auf „ihre“ Kids.
Auf die Sanierung des Juze-Gebäudes am Schwanenweiher werden sie aber wohl noch eine Weile warten müssen, obwohl die Architektenpläne stehen: Für das Projekt gibt es keine Förderzuschüsse des Landes. (cli)

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