Die Stadt Kaiserslautern wird sich gegen die Erweiterung des Fashion Outlet in Zweibrücken aussprechen. Das hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 13. Juni beschlossen.
Er schloss sich damit einer vom Referat Stadtentwicklung erarbeiteten ablehnenden Stellungnahme an, zu der die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd als Obere Planungsbehörde aufgefordert hatte.
Gemäß den Unterlagen zur Beteiligung ist für das Zweibrücken Fashion Outlet eine Erweiterung von derzeit ca. 21.000 m² auf zukünftig ca. 29.500 m² Verkaufsfläche vorgesehen. Für die neue Verkaufsfläche von ca. 8.500 m² sind ca. 40 bis 50 zusätzliche Shops, primär im hochpreisigen Luxus- und Premiumsegment, geplant. Durch die Erweiterung würde die 5. Ausbaustufe seit Beginn des Outlets durchgeführt.
Von der geplanten Erweiterung sei zu erwarten, dass dadurch Kaufkraft aus der Stadt Kaiserslautern abgezogen werden werde, heißt es aus dem Kaiserslauterner Rathaus. In der Stellungnahme appelliert die Stadt daher an die politisch Verantwortlichen, „die Erhaltung und Stärkung der mittelständischen Strukturen in den gewachsenen Innenstädten zu sichern“. Sie soll bis zum Versand an die SGD Süd nun nochmals nachgeschärft werden, auch um ein neuerlich vorgelegtes Gutachten zu den Auswirkungen der Erweiterung zu berücksichtigen.
In seiner Sitzung am 2. Mai 2022 hatte der Stadtrat bereits seine Zustimmung zur Unterzeichnung eines gemeinsamen Schreibens von Kommunen aus Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen sowie von Handelsverbänden an die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin mit kritischen Anmerkungen zur geplanten Erweiterung des Zweibrücken Fashion Outlet gegeben.
Die Stellungnahme (in der Version, wie sie dem Rat vorgelegt wurde), finden alle Interessierte im Ratsinformationssystem unter
https://ris.kaiserslautern.de/buergerinfo/getfile.asp?id=85395&type=do

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