
Symposium in Mainz: Justizminister Mertin bei seiner Rede.
Foto: Justizministerium Mainz
Mainz – Das Ministerium der Justiz hat am Freitag ein Symposium zum Thema „Patient Strafverfahren – Reformbedarf und Reformvorschläge zum Strafverfahrensrecht“ veranstaltet.
Wie Justizminister Herbert Mertin (FDP) kurz danach erklärte, habe die Bundesregierung „nach vielen Jahren der Debatte nun endlich einen Referentenentwurf zur Reform der Strafprozessordnung (StPO) vorgelegt.“ Er begrüße, dass der Entwurf viele Vorschläge auch aus Rheinland-Pfalz zur Reform der StPO aufgreife.
So zielen mehrere der geplanten Vorstöße darauf ab, die Durchführung umfangreicher Strafverfahren insbesondere vor den Landgerichten zu erleichtern. In Verfahren mit mehreren Nebenklägern soll die Bündelung von deren Interessen durch eine einheitliche Nebenklagevertretung ermöglicht werden.
Besetzungsrügen sollen vorab durch ein höheres Gericht abschließend beschieden und so einem späteren Revisionsverfahren entzogen werden. „Beides habe ich seit längerer Zeit immer wieder gefordert“, so der Minister.
„Ausdrücklich zu begrüßen ist auch, dass die gesetzlichen Schutzfristen für Schwangere und Mütter angepasst werden sollen. Die Justiz ist ein familienfreundlicher Arbeitgeber. Es darf nicht sein, dass Strafverfahren ‚platzen‘ und von Neuem beginnen müssen, weil eine verfahrensbeteiligte Richterin ein Kind erwartet. Auch hier habe ich schon 2017 Reformbedarf angemahnt“, erklärte Mertin weiter.
Zurückhaltend zeigte sich der Minister, soweit der Entwurf auch Einschränkungen im Befangenheits- und dem Beweisantragsrecht vorsieht: „Wir werden noch genau prüfen müssen, ob hier die Balance zwischen dem berechtigten Interesse an einer zügigen Verfahrenserledigung einerseits und den grundgesetzlich geschützten Rechten auf eine effektive Verteidigung andererseits noch gewahrt wird“, sagte Mertin.
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Neustadt. „Gerne möchte ich meinen heutigen Besuch nutzen, um Ihnen für Ihre engagierte und kompetente Arbeit zu danken. Als Mitarbeiter des Amtsgerichts ...
Mainz – Justizminister Herbert Mertin hat am Freitag die Strafverfolgungsstatistik für das Jahr 2016 vorgestellt. In dieser werden alle rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren ...
Brüssel/Dietz. Der am 7. Juni bei einem begleiteten Freigang aus der Justizvollzugsanstalt Diez entwichene wegen Mordes und Vergewaltigung verurteilte Sascha Ball konnte ...
Mainz – Der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin (FDP) hat am 3. November die Einrichtung einer Landeszentralstelle zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus ...
Südpfalz – Der Bundestag visiert an, Betreuer von Betreuungsvereinen um 15 Prozent besser zu vergüteten. Weil dem auch der Bundesrat zustimmen muss, ...
Berlin – Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) plant eine Reform der Strafprozessordnung, um Mammutverfahren wie den NSU-Prozess in München zu straffen. In einem ...
Kandel – Justizminister Herbert Mertin (FDP) hat am Freitag Herbert Schmitt als Direktor des Amtsgerichts Kandel offiziell ins Amt eingeführt. Dabei waren ...
Koblenz. Das Oberlandesgericht Koblenz wird ab 1. März 2017 unter neuer Führung stehen. Im Justizministerium in Mainz händigte Justizminister Herbert Mertin dem ...
Das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz steht ab dem 1. Januar 2018 unter neuer Führung. Im Ministerium der Justiz in Mainz händigte Justizminister Herbert Mertin am ...
Berlin – Die Reform des Kindergeldes soll im Wahlprogramm der SPD angeblich eine zentrale Rolle einnehmen. Laut ersten Planungen des Wahlprogramms sollen ...
Berlin – Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erhöht das Tempo für die angekündigte Reform der Pflegeversicherung. Nachdem erste Leistungsverbesserungen im Volumen von zweieinhalb ...
Berlin – Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hat scharfe Kritik daran geübt, dass deutsche Behörden Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsvertreter in Deutschland dulden: „Die Kumpanei der ...












