Berlin – In Norddeutschland ist im vergangenen Jahr jede zweite Abschiebung gescheitert. Das zeigen Zahlen der Innenbehörden von Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“.
Von 9.430 geplanten Abschiebungen platzten demnach 4.803. Bundesweit ergibt sich ein ähnliches Bild, schreibt das Blatt. Insgesamt zwölf Länder meldeten auf Anfrage, dass von insgesamt 25.064 geplanten Abschiebungen 13.824 missglückt seien.
Keine Angaben dazu konnten Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hessen machen. Die Länder führten eine ganze Reihe von Gründen für das Scheitern an: Personen seien am Tag der Abschiebung nicht angetroffen worden oder erkrankt gewesen.
Zudem hätten Ausweisdokumente gefehlt. Auch Kirchenasyl wurde genannt. Niedersachsen hatte bereits auf Anfrage der CDU-Landtagsfraktion erklärt, dass 2016 insgesamt 2.390 von 4.349 geplanten Abschiebungen nicht vollzogen werden konnten.
In Hamburg waren es 1.009 von 1.814, in Schleswig-Holstein 481 von 1.453, in Mecklenburg-Vorpommern 902 von 1.737 und in Bremen 21 von 77, teilten die jeweiligen Innenbehörden der Zeitung mit. (dts Nachrichtenagentur)

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„Personen seien am Tag der Abschiebung nicht angetroffen worden…“ und wieder ein Grund weshalb diese Personen in abgeschlossenen Einrichtung kaserniert werden sollten solange eine Abschiebung nicht ausgeschlossen werden kann.