
Foto: dts Nachrichtenagentur
Sogenannte Interkulturelle Assistenzen (IKA) sollen auch ab 2023 für zwei weitere Jahre zugewanderte oder geflüchtete Kinder und Jugendliche im Schulleben begleiten und bei der Integration unterstützen.
Das wünschen die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses und fordern den Kreisausschuss zu einer positiven Entscheidung auf. Außerdem soll sich das Büro für Migration und Integration der Kreisverwaltung Germersheim um eine weitere Finanzierung der Interkulturellen Assistenzen aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds bemühen.
Auch wichtig für Neuankömmlinge
„Interkulturelle Assistenzen leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration“, so der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Buttweiler. „Der Zuzug von Familien aus anderen Ländern insbesondere auch aus der Ukraine bedeutet eine hohe Zahl an Schülerinnen und Schülern aus anderen Ländern. Die Assistenzkräfte können ihnen das Ankommen ab dem ersten Tag in den Schulen und im Umfeld erleichtern.“
Die Schulleitungen und Kooperationspartner haben dem Jugendamt positive Rückmeldungen zu dieser Form der Unterstützung im Schulleben und für die Schulgemeinschaft gegeben. „Da Interkulturelle Assistenzen den Personen mit ihrem eigenen Migrationshintergrund und damit auf Augenhöhe begegnen, ist es eine gute Chance, auch schwer zugängliche Familien zu erreichen“, so Denise Hartmann-Mohr, Leiterin des Jugendamts im Landkreis Germersheim.
Grundsätzlich unterstützen IKA zusätzlich bei der Korrespondenz mit Behörden, begleiten zu weiteren Hilfs- und Unterstützungsangeboten und klären die Eltern über die entsprechenden Arbeitsweisen auf.
Finanzierung wackelt
Der Einsatz der IKA ist allerdings bis Ende des Jahres befristet. Die Aufwendungen des Landkreises Germersheim dafür betrugen im Jahr 2021 rund 462.000 Euro. Wegen Tariferhöhungen wird von jährlichen Kosten von ca. 520.000 Euro ausgegangen.
Für eine weitere Finanzierung wurde bereits eine Projektskizze beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zur Finanzierung aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) eingereicht. Das Konzept der Interkulturellen Assistenzen wurde grundsätzlich als förderungsfähig angesehen, jedoch erfolgte bis heute kein Förderaufruf, so dass keine Gelder beantragt werden können.

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