Kreis Germersheim – Kinder mit Fluchterfahrung und Kinder mit Migrationshintergrund erhalten auch in den nächsten zwei Jahren Unterstützung von Interkulturellen Assistenzkräften (IKA). Das teilte Landrat Dr. Fritz Brechtel mit.
„Mit der Zustimmung der Kreisgremien können wir diese wichtige Arbeit der letzten vier Jahre fortsetzen und erfüllen damit einen Bestandteil des Integrationskonzepts“, so Brechtel weiter.
Interkulturelle Assistenzen hätten sich bewährt, erklärte auch der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Buttweiler. Sie unterstützten die Kinder und ihre Eltern genauso wie die Zusammenarbeit mit den Schulen. „Sie sind wichtige Brückenbauer und Kulturdolmetscher.“
Die Aufgaben der IKAs sind vielfältig: Beispielsweise helfen sie Kindern im Schulalltag, erklären Verhaltensregeln oder den Umgang mit Arbeitsaufträgen, arbeiten mit ihnen an Sozialkompetenzen und an den Sprachkenntnissen. Auch Eltern erhalten Unterstützung bei Themen wie Behördengängen oder im Kontakt zur Schule. „Unterm Strich steht das Ziel, möglichst allen Kindern einen Schulabschluss zu ermöglichen und durch gezielte Unterstützung in der Integration eine Perspektive zu geben“, so Buttweiler. IKAs sind bei freien Trägern der Jugendhilfe angestellt, mit denen das Jugendamt seit vielen Jahren auch in anderen Bereichen zusammenarbeitet.
Für weitere zwei Jahre, bis Ende 2022, werden nach den bisherigen Vereinbarungen Interkulturelle Assistenzkräfte in den Grundschulen, Realschulen plus und Integrierten Gesamtschulen eingesetzt. Die bisher 12,5 Vollzeitstellen wurden entsprechend des tatsächlichen Bedarfs auf 10,5 volle Stellen reduziert. Die jährlichen Kosten belaufen sich dafür auf ca. 510.000 Euro.
Eingesetzt werden die IKA-Kräfte künftig nach einem bedarfsorientierten Verteilungsschlüssel. Abgefragt wird dieser Bedarf jährlich durch die Leitstelle Integration der Kreisverwaltung.
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