
Symbolbild: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Der Anteil der störungsfrei fahrenden ICE-Züge ist im Jahresverlauf deutlich gesunken. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf die Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine FDP-Anfrage.
Demnach lag der Anteil „völlig störungsfrei“ fahrender ICE-Züge im Oktober 2017 noch bei 35 Prozent. Im Januar 2018 betrug der Wert nur noch 30 Prozent, im Juni 2018 dann 24 Prozent. Der Tiefpunkt wurde im September 2018 mit 21 Prozent erreicht. Im Oktober 2018, dem aktuellsten der in der Anfrage abgefragten Werte, waren nur 23 Prozent der Züge völlig störungsfrei auf dem Schienennetz unterwegs.
Bei den IC-Zügen wurden im Vergleichszeitraum jeweils konstant Anteile zwischen 45 und 48 Prozent erreicht. In die Statistik fließen nach Bahn-Angaben auch kleinste Komforteinschränkungen wie defekte Türen oder verstopfte Toiletten mit ein, die die Sicherheit der Fahrgäste nicht beeinträchtigen.
Das Unternehmen teilte mit, dass es als Sofortmaßnahme im Weihnachtsverkehr (inklusive Rückreiseverkehr am 29. Dezember und 6. Januar) 44 Züge zusätzlich einsetzt (unter anderem auf der Strecke Berlin-Köln).
Wie die „Bild“ unter Berufung auf Bahn-Kreise weiter berichtet, sollen bis Ende des kommenden Jahres 18 neue ICE 4 und 17 neue Intercity 2 in Betrieb genommen werden, „um mittelfristig die Fahrzeugverfügbarkeit zu steigern“. Bis Ende 2018 standen 24 ICE 4 im Dienst.
Demnach ist außerdem kurzfristig die Einstellung neuer Techniker in den ICE-Werken geplant. 150 neue Stellen entstehen in Hamburg. Auch im 2017 eröffneten neuen ICE-Werk Köln-Nippes sollen in diesen Tagen 55 zusätzliche Mitarbeiter der Firma Siemens ihre Arbeit aufnehmen. So will die Bahn die täglich verfügbare ICE-„Mindestflotte“ von aktuell 215 auf 225 Züge (plus fünf Prozent) bis Mitte 2019 ausweiten, berichtet die Zeitung. (dts Nachrichtenagentur)

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