Berlin – Die Deutsche Bahn (DB) hat ihr Ziel, im Rahmen einer zweitägigen Aktion die Fernzüge an den zehn großen Bahnhöfen pünktlich starten zu lassen, offenbar verfehlt.
Das berichtet die „Welt“. Die Aktion „100 Prozent-Tage“, die am Dienstag und Mittwoch dieser Woche durchgeführt wurde, werde im DB-Konzern dennoch als Erfolg gesehen. Die Quote von mehr als 85 Prozent pünktlich gestarteter Züge sei nicht nur eine deutliche Verbesserung, man habe außerdem wichtige Erkenntnisse gewonnen, sagte ein Sprecher.
Dass an diesen Tagen wirklich alle Züge pünktlich ihre Startbahnhöfe verlassen, war nicht erwartet worden – die Latte sollte möglichst hoch gelegt werden. Letztlich waren am Dienstag 85,8 Prozent aller Fernzüge pünktlich gestartet, am Tag danach lag die Quote bei 85,0 Prozent. Das ist eine deutliche Steigerung zu den zurückliegenden Werten.
2014 lag die Abfahrtspünktlichkeit der Fernzüge an den zehn großen Bahnhöfen und großen Knoten zum Start bei 60 Prozent, im vergangenen Jahr bei 61,5 Prozent.
Eine Überraschung der beiden Testtage war allerdings, dass die Züge zunächst tatsächlich überwiegend pünktlich ihre Startbahnhöfe verließen. Am Dienstag meldeten beispielsweise Hamburg Altona, Berlin Ostbahnhof sowie die Teams der Hauptbahnhöfe Dortmund, Leipzig, München, Karlsruhe und Stuttgart: 100 Prozent aller Züge seien pünktlich gestartet.
Am Mittwoch kamen erneut Hamburg, Berlin und Dortmund auf 100 Prozent, außerdem Leipzig, Karlsruhe und Stuttgart. Doch am frühen Abend riss die Erfolgssträhne. „Ab 19 Uhr ist die Zahl der Verspätungen jeweils deutlich angestiegen“, bestätigte ein Bahnsprecher.
Nun sucht man dafür eine Erklärung. Die 100-Prozent-Quote konnte nur Karlsruhe halten, und das auch nur am Mittwoch.
Dortmund kam immerhin auf 93,3 Prozent (Dienstag und Mittwoch), Leipzig auf 96,2 beziehungsweise 92,3 Prozent, Berlin Ostbahnhof auf 95,8 beziehungsweise 91,3 Prozent. Ausreißer nach unten dieser Aktion war Hannover.
Dort starteten am Dienstag nur 60 Prozent aller Züge pünktlich. Frankfurt schaffte am Mittwoch nur 69,6 Prozent. (dts Nachrichtenagentur)

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