
Der Mensch ist der Hauptverursacher von Waldbränden.
Foto: (c) Jonathan Fieber / Landesforsten RLP
Pfalz – Die anhaltend trockene Witterung sorgt aktuell für eine deutlich erhöhte Waldbrandgefahr im Pfälzerwald. Der Deutsche Wetterdienst weist für den Haardtrand und Teile des Gebiets bereits die vierthöchste Waldbrand-Gefahrenstufe aus. Am Donnerstag, 30. April 2026, wird sogar Stufe 5 erwartet.
Angesichts dieser Lage warnen die Freiwillige Feuerwehr Landau und das Forstamt Haardt eindringlich vor der aktuell hohen Waldbrandgefahr im Pfälzerwald.
Besonders vorsichtig sollte man sich im Bereich des Haardtrands verhalten. Dort dominieren Kiefern, die in Kombination mit der aktuellen Wetterlage ein erhöhtes Brandrisiko darstellen: „Die Nadelstreu der Kiefern trocknet schnell aus und wirkt wie ein leicht entzündlicher Teppich. In Verbindung mit bereits leichtem Wind kann sich ein Feuer innerhalb kürzester Zeit ausbreiten und große Waldflächen gefährden“, so Forstamtsleiter Philipp Hannemann. Bereits kleinste Zündquellen können ausreichen, um einen Brand auszulösen.
Ein Großteil der Waldbrände entsteht weiterhin durch menschliches Verhalten. Dazu zählen insbesondere achtlos weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer, illegales Grillen oder Parken auf trockenem Untergrund. Auch Funkenflug durch technische Geräte wird häufig unterschätzt.
Das Forstamt Haardt und die Feuerwehr Landau richten daher einen dringenden Appell an alle Waldbesucher:
• Offenes Feuer im Wald und in Waldnähe vermeiden
• Ausschließlich ausgewiesene Grillplätze nutzen, sofern diese freigegeben sind
• Keine Zigarettenreste in die Natur werfen
• Nur ausgewiesene Parkplätze nutzen – trockene Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren unter Fahrzeugen entzünden
• Zufahrtswege für Einsatzkräfte jederzeit freihalten
• Rauchentwicklungen oder Brände umgehend über den Notruf 112 melden
„Wenn Sie ein Feuer entdecken, wählen Sie die 112 und melden Sie den Brand. Ihr Standort kann über Rettungspunkte oder das Smartphone ermittelt werden. Bleiben Sie für Rückfragen in der Leitung“, erklärt Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Stefan Krauch. „Bitte halten Sie die Zufahrtswege in den Wald für unsere Löschfahrzeuge unbedingt frei – im Ernstfall zählt jede Sekunde.“
Der Schutz der Wälder sei eine gemeinsame Verantwortung. Nur durch umsichtiges Verhalten lasse sich verhindern, dass aus Unachtsamkeit eine Katastrophe entstehe, so die Verantwortlichen beider Behörden.
Der Pfälzerwald ist mit rund 180.000 Hektar eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands und ein bedeutendes Biosphärenreservat. Das Forstamt Haardt betreut dabei mehrere tausend Hektar Wald, die sich insbesondere über besonders waldbrandgefährdete Bereiche am Ostrand erstrecken.

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