Rhodt. Es ist vollbracht. Nach langer Zeit des Baggerns, Betonierens, Hämmerns, Bohrens, Streichens und mehr, erfolgte am Freitag, 26. April der letzte Meilenstein des Projektes „Neubau eines Hochbehälters bei der Alten Rebschule“: die offizielle Inbetriebnahme.
Bürgermeister Olaf Gouasé begrüßte gemeinsam mit Werkleiter Michael Sack, auch im Namen des Dezernenten und Ersten Beigeordneten Gerhard Pulg, am neu errichteten Bauwerk der Verbandsgemeindewerke. Unter den Gästen waren: Johannes Werner vom Umweltministerium, Vertreter aus der Struktur- und Genehmigungsdirektion, aus der Kreisverwaltung, der am Bau durch Planung und Ausführung beteiligten Unternehmen, Revierförster Thomas Kaber, Vertreter aus benachbarten Verbandsgemeindewerken, Landtagsabgeordneter Wolfgang Schwarz, Irmgard Gromöller und Andreas Möwes, die Ortsbürgermeister von Rhodt und Weyher, sowie weitere Ortsbürgermeister und Mitglieder des Verbandsgemeinderates, zudem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Bei der „großen Investition“ haben die Verbandsgemeindewerke mit dem zinslosen Darlehen des Landes Rheinland-Pfalz eine große Unterstützung erfahren, sagte Gouasé. Die Kosten des Großprojektes, getragen von den Verbandsgemeindewerken, lagen bei insgesamt 1.945.000 Euro.
Martin Hanke, stellvertretender Leiter der Verbandsgemeindewerke, lieferte die Entstehungsgeschichte zum Neubau des Hochbehälters und informierte über die technischen Hintergründe der Anlage. Im Januar vergangenen Jahres begannen die Arbeiten, in der vergangenen Woche wurden die letzten Ausführungen erledigt, weil der Winter diese auf eine vier Monate länger andauernde Reise geschickt hatte. In der Verlängerung der Theresienstraße bis fast zur Rietaniahütte, wie auch in Richtung Villa Medica wurden sieben Kilometer Versorgungsleitungen für den neuen Wasserbehälter verlegt, wie auch vorhandene Wasserleitungen erneuert.
Der Bau des Hochbehälters mit zwei Wasserbehältern, die jeweils 100 m³ an Inhalt fassen, startete im Juni vergangenen Jahres. Im Zuge der Maßnahme ließ die Gemeinde Rhodt zudem einen Teil des Wirtschaftsweges in der Verlängerung der Theresienstraße erneuern.
Mit dem neuen Wasserbehälter ist die Wasserversorgung in der Stadt Edenkoben und den Gemeinden Rhodt und Weyher in Spitzenzeiten oder aber bei Stromausfällen gesichert. Zudem besteht nun die Möglichkeit weiteren Bereichen in Edenkoben und Rhodt einen höheren Wasserdruck bereit zu stellen – bei einer gesteigerten Energieeffizienz.
Der neue Hochbehälter ermöglichte, erstmals den Bereich bei der Villa Ludwigshöhe bis zum Südwestdeutschen Fußballverband in die Wasserversorgung anzubinden. Bisher bestand hier eine Eigenversorgung. Eine Besonderheit ist auch, dass die Verbandsgemeindewerke bei den Wasserbehältern nicht auf die „konventionelle Bautechnik“ mit Behältern aus Beton setzten, sondern aufgrund der geringeren Kosten in der Anschaffung und Unterhaltung, Behälter aus Edelstahl wählten.
Anschließend studierten die Gäste die Pläne über die verlegten Rohrleitungen zum neuen Hochbehälter und über das Versorgungsschema, ehe die geführten Besichtigungen starteten. (Ivonne Trauth)

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