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Hintergründe des GSD Master AG Software-Deals über 26,5 Millionen Euro

2. März 2018 | Kategorie: Panorama, Wirtschaft

Martin Schranz hat ein Händchen für´s Internet-Geschäft.
Foto: privat

Der GSD Master AG ist es gelungen, einen Software Deal der ganz besonderen Art über die Bühne zu bringen.

Ein japanisches Unternehmen war dazu bereit, 26,5 Millionen Euro in ein Projekt zu investieren, das das Affiliate-Marketing revolutionieren könnte. Doch was steckt hinter dieser unglaublichen Summe? Wir sind dem Thema etwas genauer nachgegangen.

Martin Schranz, der Gründer und Hauptaktionär der GSD Master AG, war schon lange vom Thema Affiliate-Marketing fasziniert. Dabei handelt es sich um eine Form des Marketings, bei der ein Vermittler zwischen den Verkäufer und den Verbraucher tritt.

Er zeichnet sich in der Regel durch einen besseren Zugang zum Kunden und zur Zielgruppe aus. Eine Provision entschädigt ihn schließlich für seine Dienste, wenn ein Verkaufsabschluss gefeiert werden konnte.

In der Vergangenheit war es nicht möglich, dynamische Produkte mit dieser Form des Marketings zu verbinden. Zugleich wurden die großen Chancen, die die Big Data Analyse mit sich brachte, von vielen Plattformen nicht weiter in Betracht gezogen.

Dieses Potenzial erkannte Martin Schranz und er konnte sein Unternehmen erfolgreich in dieser Nische platzieren.

Die Entwicklung einer Idee

Ein Team von internationalen Spezialisten war in der Folge damit beschäftigt, die Entwicklung der Software nach vorn zu bringen. Allein dieser Prozess nahm mehr als dreieinhalb Jahre in Anspruch.

Wie Schranz betont, waren immer wieder Impulse von außen notwendig, um die neuen Ideen erfolgreich in die Tat umzusetzen. Eine wichtige Convention innerhalb der Branche, die ihn auf seinem Weg weiter brachte, fand er in der WebSummit 2015 in Dublin und Lissabon.

Gleichzeitig suchte er ganz gezielt den Kontakt zu verschiedenen Startups der Branche, um auch von deren Wissen und Kreativität zu profitieren. Unter dem Strich entstanden auf diese Weise geradezu symbiotische Verbindungen. Das große wirtschaftliche Potenzial, das sich in diesem Fall nicht leugnen lässt, stellt es deutlich unter Beweis.

Erfolgreich dank Big Data

Das Herzstück der Software, das ein wesentlicher Grund für die Entscheidung des japanischen Unternehmens war, findet sich in Form der Big Data Analyse.

Das Ziel war es, die Effizienz des Affiliate-Marketings auf ihrer Basis weiter zu erhöhen. So bietet sich die Möglichkeit, genau die Zielgruppe mit einem Produkt zu konfrontieren, die dafür ohnehin statistisch betrachtet ein größeres Interesse zeigt. Es fällt leichter, den Verbraucher zum Kauf zu bewegen und Werbegelder auf dieser Basis sinnvoll einzusetzen.

Ein völlig neuer Ansatz findet sich auch im Affiliate-Marketing, das zwischen zwei Unternehmen angesetzt wird. Auf der einen Seite ist dafür eine etwa deckungsgleiche Zielgruppe notwendig. Dann können beide Firmen gegenseitig als Vermittler im Affiliate-Marketing in Erscheinung treten und durch die gezahlte Provision einen wesentlichen Vorteil erwirtschaften.

Große Aufmerksamkeit erhielt die erfolgreiche Entwicklung der Software auch vor dem Hintergrund von Martin Schranz´ Werdegang. Er selbst verfügt über keine Ausbildung zum Informatiker oder Ingenieur, sondern arbeitete sich selbst in jahrelanger Arbeit in die Branche ein.

Besonders in den ersten Jahren begleiteten ihn immer wieder herbe Rückschläge auf seinem Weg, von dem er sich jedoch nicht abbringen ließ. Der Verkauf der neu entwickelten Software für 26,5 Millionen Euro stellt nun den größten Coup seiner Karriere dar. Bereits früh waren erste Investitionen des asiatischen Unternehmens eingegangen, das sich die neue Technik in jedem Fall sichern wollte.

„Ich werde meinen Standort in der Schweiz ausbauen, Arbeitsplätze schaffen und neue Großprojekte angehen, weil ich nach wie vor von Ideen sprühe. Und ich werde mich jetzt mehr sozial engagieren.“

Martin Schranz

Trotz dieses finanziellen Erfolgs soll nun also noch nicht Schluss sein. Schon jetzt stehen neue Ideen und Projekte bereit, die Martin Schranz in den kommenden Jahren anpacken möchte. Dahinter verbirgt sich auch der Wunsch, den Namen der GSD Master AG innerhalb der Branche weiter zu stärken.

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