Magdeburg – Traditionelle Volksparteien haben nach Ansicht von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auf absehbare Zeit keine Zukunft.
„Volksparteien, wie wir sie in Deutschland kannten und in einigen Bundesländern auch noch haben, sind in Europa Geschichte“, sagte Haseloff der „Rheinischen Post“ auf die Frage, ob die Volksparteien angesichts der Verluste für die SPD, aber auch für CDU und CSU ein Auslaufmodell seien.
Er fügte hinzu: „Daran sieht man auch, wie offene Gesellschaften, wie Migration, die Globalisierung und Veränderungen in der Arbeitswelt auch die Parteienlandschaft beeinflusst haben.“
Dass es in Deutschland überhaupt noch Volksparteien in der jetzigen Größe gebe, sei schon ein Erfolg.
Er ermahnte deshalb die Union, „beide Flügel weiter gut atmen zu lassen – das Sozialliberale und Christliche ebenso wie das Konservative“.
Die AfD ist seiner Ansicht nach bis auf Weiteres nicht „wegzukriegen“. Die Parteien der demokratischen Mitte müssten befriedend wirken. Deutschland sei immer noch ein gespaltenes Land.
Im Osten hätten die Menschen auch fast 30 Jahre nach dem Mauerfall noch niedrigere Löhne und Renten, geringere Steuereinnahmen und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Das alles habe Auswirkungen. (dts Nachrichtenagentur)

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„Die AfD ist seiner Ansicht nach bis auf Weiteres nicht „wegzukriegen““
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In Süddeutschland und den neuen Bundesländern liegt die SPD sogar hinter der AfD. In Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen würde die AfD mehr Mandate erhalten als die SPD. In Sachsen beispielsweise käme die AfD auf 13 Mandate, die SPD auf drei. In Thüringen würde die AfD sechs Sitze erhalten, die Sozialdemokraten nur zwei.
Aus dem Focus.