
Hambacher Schloss.
Foto: Pfalz-Express
Neustadt-Hambach. Mit einem besonderen Höhepunkt startet Neustadt an der Weinstraße in ein Wochenende im Zeichen von Freiheit und Demokratie: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 29. Mai um 19 Uhr auf dem Hambacher Schloss die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger des „Hambacher Freiheitspreises 1832“ der Stadt Neustadt an der Weinstraße, Prof. Dr. Adam Bodnar, halten.
Oberbürgermeister Marc Weigel: „Dass unser Staatsoberhaupt zu unserem Fest der Demokratie in die Stadt und auf das Hambacher Schloss kommt, ehrt diesen für die deutsche Demokratiegeschichte so bedeutenden Ort. Ich verstehe den Besuch aber auch als Wertschätzung unseres stetigen Engagements für die Demokratiestadt Neustadt an der Weinstraße.“
Die Verleihung des Freiheitspreises findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Bisherige Preisträger waren der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck und die russische Memorialgründerin und Friedensnobelpreisträgerin Dr. Irina Scherbakowa. Beim Festakt wird zudem der Johann Philipp Abresch Preis vergeben.

Adam Bodnar
Foto: www.gov.pl
Adam Bodnar steht für eine starke demokratische Kultur in Europa
Der diesjährige Preisträger Prof. Dr. Adam Bodnar (49) ist ein polnischer Verfassungsrechtler, Menschenrechtsaktivist und ehemaliger Justizminister seines Landes. Bodnar hat sich über viele Jahre hinweg konsequent für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und unabhängige Institutionen eingesetzt und damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Gewaltenteilung und einer liberalen europäischen Rechtsprechung geleistet.
Die Auszeichnung würdigt zugleich die historische Verbindung zwischen der Freiheitsbewegung von 1832 und Polen, dessen Freiheitskämpfer bereits beim Hambacher Fest eine bedeutende Rolle spielten.
Preis knüpft an die Tradition des Hambacher Festes an
Der Hambacher Freiheitspreis 1832 knüpft bewusst an die Tradition des Hambacher Festes an. Das historische Ereignis von 1832 gilt als ein Meilenstein der deutschen und europäischen Demokratiegeschichte. Tausende Menschen versammelten sich damals auf dem Neustadter Marktplatz und am Hambacher Schloss, um für politische Mitbestimmung, Pressefreiheit und nationale Einheit einzutreten. Der Preis zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich in diesem Geist für Freiheit, Menschenrechte und eine offene demokratische Gesellschaft einsetzen.
Jury entscheidet über den Preisträger
Über die Vergabe des Hambacher Freiheitspreises 1832 entscheidet eine unabhängige Jury. Ihr gehören Oberbürgermeister Marc Weigel, sowie Simone Schneider als Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss und Staatssekretärin im Ministerium des Innern und für Sport an. Darüber hinaus wirken die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Manuela Glaab, die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche der Pfalz Dorothee Wüst sowie Yannik Dillinger, Chefredakteur der RHEINPFALZ, in der Jury mit.
Gestiftet wird der Preis von der Sparkasse Rhein-Haardt.
Auftakt für ein Wochenende der Demokratie
Die Preisverleihungen am Freitagabend auf dem Hambacher Schloss bilden zugleich den Auftakt für ein Wochenende ganz im Zeichen der Demokratie. Am darauffolgenden Tag eröffnet Bundespräsident Steinmeier das „Fest der Demokratie“ auf dem Neustadter Marktplatz. Dort laden Musik, Gespräche und Dialogformate Bürger dazu ein, die Bedeutung demokratischer Werte gemeinsam zu erleben und weiterzutragen.

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