
Das Hambacher Schloss, umgangssprachlich auch Käschdeburg oder Maxburg, wird auch „Wiege der Demokratie“ genannt.
Foto: Pfalz-Express
Neustadt. Im Rahmen des Demokratiefestes, welches erstmalig am 28. und 29. Mai 2022, in Neustadt an der Weinstraße gefeiert wird, verleiht die Stadtverwaltung Neustadt an der Weinstraße den Johann-Philipp-Abresch-Preis.
Gewürdigt werden sollen Einzelpersonen, Initiativen oder Organisationen, die sich in besonderem Maße für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, kulturelle und politische Teilhabe oder Projekte der Demokratiebildung und Demokratieförderung einsetzen. Nominierungen können bis Montag, 21. März, eingereicht werden.
Benannt ist der Preis nach dem Neustadter Kaufmann Johann Philipp Abresch, der 1832 jene schwarz-rot-goldene Fahne mit sich führte, die beim Hambacher Fest auf dem Turm der Schlossruine wehte und fortan zum deutschen Nationalsymbol für Einheit, Freiheit und Demokratie wurde.
Ein Preiskomitee aus Oberbürgermeister Marc Weigel, einem Mitglied des Vorstands der Stiftung Hambacher Schloss und Vertretern aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Medien werden die eingereichten Vorschläge sichten und die Preisträgerin oder den Preisträger bestimmen.
Feierlich überreicht wird der Anerkennungspreis dann am Abend des 29. Mai 2022 im Rahmen des Demokratiefests, während eines Festakts auf dem Hambacher Schloss durch den Oberbürgermeister der Stadt Neustadt an der Weinstraße Marc Weigel.
Gestiftet wird der Preis von der Sparkasse Rhein-Haardt. Er ist mit einem Betrag in Höhe von 2.500 Euro dotiert.
Vorgeschlagen werden können alle Einzelpersonen, Initiativen und Organisationen die sich mit ihrem Engagement für eine freiheitliche, vielfältige und demokratische Gesellschaft in Neustadt an der Weinstraße einbringen.
Voraussetzung für eine gültige Bewerbung beziehungsweise einen Vorschlag ist die fristgemäße Einreichung des vollständig ausgefüllten Bewerbungsformulars bis zum Montag, 21. März 2022, über die Meldemaske unter www.neustadt.eu/demokratiepreis2022.
Die Durchführung des diesjährigen Demokratiefestes nimmt Bezug auf das Hambacher Fest. Am 27. Mai 1832 und damit vor 190 Jahren zogen mehr als 30.000 Menschen, unter anderem aus Deutschland, Polen, Frankreich und Großbritannien auf das Hambacher Schloss und demonstrierten für Freiheit, Demokratie und eine nationale Einheit.
Aus dem anfänglich geplanten Nationalfest wurde ein europäisches Freiheitsfest, dessen Symbolkraft seither und gerade in der heutigen Zeit, im Hinblick auf die derzeitigen Entwicklungen zwischen der Ukraine und Russland, besonders an Bedeutung gewinnt.
Als Ansprechpartnerin der Stadtverwaltung und für weitere Fragen steht Julia Ohde zur Verfügung, sie ist dienstags bis freitags in der Zeit von 8 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 06321 855-1147 sowie unter der Mailadresse: anerkennungspreis-demokratiefest2022@neustadt.eu erreichbar.
Zur Profilierung von Neustadt an der Weinstraße als Demokratiestadt wird im Rahmen des diesjährigen Demokratiefestes neben dem Johann-Philipp-Abresch-Preis auch der „Hambacher Freiheitspreis 1832“ verliehen. Die Preisträgerin oder der Preisträger wird seitens der Jury nominiert.

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