Seitdem sich seit etwa zwei Jahren die Regelungen auf innerdeutschen Strecken für Fernbusse gelockert haben, boomt das Geschäft unaufhörlich.
Der Marktführer MeinFernbus Flixbus, der seit der Fusion beider Unternehmen Anfang diesen Jahres etwa 70 Prozent des deutschen Marktes ausmacht, hat ambitionierte Ziele: Das Liniennetz sowie die Zahl der Fahrten soll sich noch in diesem Jahr drastisch erhöhen: Bis Ende 2015 sollen dann rund 1000 Busse, also doppelt so viele wie jetzt, eingesetzt werden.
Nun hat sich Panya Putsathit, der Geschäftsführer von MeinFernbus Flixbus, zur Situation der Haltestellen und Busbahnhöfe geäußert, von denen er den Erfolg seiner Ziele unter anderem abhängig sieht. Er bemängelt den Zustand vieler Haltestellen, die weder eine Anbindung zum öffentlichen Nahverkehr noch ausreichend Informationen oder Komfort für die Reisenden bieten. Bei den rund 300 Haltestellen, die sein Fernbusunternehmen ansteuert, sieht er daher Nachbesserungsbedarf. Dieser müsse aber, so Putsathit, aus Investitionen der öffentlichen Hand geleistet werden. Sein Unternehmen könne allenfalls eine Nutzungsgebühr beisteuern, die restlichen Kosten müssten die Kommunen tragen.
Auch andere nationale Fernbusanbieter wie etwa BerlinLinienBus oder City2City könnten von einem Ausbau des Liniennetzes und einer Sanierung der Haltestellen profitieren. Zwar haben sie seit der Fusion des Marktriesen Probleme, sich über Wasser zu halten, doch der Einfluss und das Engagement von MeinFernbus Flixbus wird sich letztlich nicht nur auf das Unternehmen selbst positiv auswirken.
Wachsender Fernbus- und Nahverkehr in Rheinland-Pfalz
Auch in Rheinland-Pfalz soll das Angebot an Fernbussen in Zukunft wachsen. Während bereits jetzt elf Städte an das Liniennetz angebunden sind, rechnet das Verkehrsministerium einer Anfrage der SPD-Landtagsfraktion zufolge mit steigenden Zahlen. Auf diese seien die Busbahnhöfe allerdings noch nicht vorbereitet, weshalb die Kommunen sich um die Instandhaltung angemessener Haltestellen kümmern müssen – ganz wie es Putsathit deutschlandweit fordert.
Vorbildlich sind hingegen einige Verbesserungen im Nahverkehr wie etwa im nördlichen Landkreis, wo das Unternehmen VLL im Laufe des vergangenen Jahres sämtliche Busse ausgetauscht hat. Das Linienbündel Grünstadt verfügt seitdem über moderne Niederflurfahrzeuge und wünscht sich für die Zukunft ebenso noch eine Verbesserung der Haltestellen des Umkreises hin zu mehr Barrierefreiheit.

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