
Stadtbürgermeister Franz Xaver Scherrer (re.) und der Erste Stadtbeigeordnete Hutter (li.) bei der Schlüsselübergabe der Häuser an Michael Dübon.
Foto: Stadt Hagenbach
Hagenbach – Was lange währt, wird endlich gut: Einem Verkauf der historischen Häuser Ludwigstraße 3 („Wegmann“) und Ludwigstraße 7 („Schwing“) steht nach der letzten Stadtrat-Sitzung am 24. Januar nichts mehr im Wege.
Die Immobilienfirma „360 Grad“ des Hagenbachers Michael Dübon war bereit, der Stadt die Anwesen abzukaufen und sie zu sanieren. Damit sei klar, dass sich Hagenbachs Ortskern in naher Zukunft entscheidend zum Positiven verändern werde, so Stadtbürgermeister Franz Xaver Scherrer (CDU).
In das ehemalige Schwing-Haus neben der Kirche soll nach der Sanierung eine Konditorei einziehen. Die Parkplätze vor dem Gebäude sowie der Kirchplatz dürfen in der warmen Jahreszeit als Sitzfläche mitbenutzt werden. Allerdings muss die Zufahrt in den Hinterhof weiter möglich sein. In der Sitzung wurde auch der Pizzera „Amico Fritz“ (im ehemaligen Schlecker-Markt) gestattet, die Parkplätze vor dessen Gebäude für den Wirtschaftsbetreib zu nutzen.
Was die historischen Gebäude betrifft, sind Kreisverwaltung und Denkmalamt zufrieden mit den eingereichten Plänen. Das Vorhaben sieht für das Schwing-Haus unter anderem zwei oder drei Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss vor. Es handelt es sich um das ehemalige Unteramtsgebäude, das auf den Mauern des 1525 zerstörten Hagenbacher Schlosses steht.
Im Fachwerkhaus Nummer 3 („Wegmann“) sollen fünf Wohnungen entstehen: Zwei im Erdgeschoss, zwei im Obergeschoss und ein Loft im Dachgeschoss. Das Schaufenster wird abgerissen, das Treppenhaus für die Loft-Wohnung aufgestockt. Das Historische des Hauses soll künftig wieder voll zur Geltung kommen.
Zur Abrundung des Projekts ist auch vorgesehen, die ehemalige Scheune von Anwesen Nummer 7 zum Einfamilienhaus umzubauen. Ferner ist auf dem noch nicht überbauten Gewölbekeller auf dem ehemaligen Wegmann-Anwesen ein Neubau angedacht. Seine Planungen zu diesen Projekten hat der Investor jedoch noch nicht abgeschlossen.
Die Stadt hatte die beiden Häuser vor Jahren erworben, um sie mit externer Hilfe sanieren zu lassen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Vermarktung ist nun das „Happy End“ nahe. „Mit der Gesamtmaßnahme wird eine deutliche Aufwertung der Stadtmitte erreicht, ein jahrelanger Leerstand beseitigt. Die Sanierungsziele von einst werden damit in vollem Maß erreicht, nämlich die Erhaltung der gewachsenen Bausubstanz, die gestalterische Aufwertung des Stadtbilds und die funktionale Aufwertung“, so Scherrer.
Der Verkauf für die historische Häuser ist unterschrieben. „360 Grad Immobilien“ übernimmt die Anwesen. Nun soll zügig die Sanierungen beginnen. (red)
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Michael Dübon ist ein Glücksfall für Hagenbach, er hat Geschmack und wird bestimmt was tolles daraus machen. Ich war erstaunt, das er überhaupt noch mit der „Stadt“ Hagenbach zusammenarbeitet, nachdem sie ihm bei seinen bisherigen Bauprojekten immer wieder Steine in den Weg geworfen haben.