Montag, 21. Oktober 2019

Großer Aktionstag in Germersheim: Besser zu Fuß als im Elterntaxi – „Sicher ohne Auto zur Schule“

12. Juli 2016 | 3 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional
Bürgermeister Marcus Schaile und Uwe Becker (stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Germersheim) verteilten gerne Stempel an die fleißigen kleinen Fußgänger.

Bürgermeister Marcus Schaile und Uwe Becker (stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Germersheim) verteilten gerne Stempel an die fleißigen kleinen Fußgänger.

Germersheim – Wieder mehr zu Fuß gehen, anstatt sich von den Eltern zur Schule fahren lassen, gemeinschaftlich den Schulweg absolvieren und so Selbstständigkeit im Straßenverkehr lernen – das ist das Ziel der Aktion „Sicher ohne Auto zur Schule“.

Mitte Mai hatten die Stadt, die Eduard-Orth-Schule und die Polizeiinspektion Germersheim das Schulweg-Projekt „Sicher ohne Auto zur Schule“ vorgestellt.

Dass der Nachwuchs zu Schulbeginn und Schulende von den Eltern mit dem Auto gebracht und abgeholt wird, ist mittlerweile alltäglich. Verkehrschaos vor den Schulen, Staus und Parken in der zweiten Reihe sind keine Seltenheit. So entstehen für Kinder oft gefährlichere Situationen als beim Fußweg mit einer übersichtlichen Verkehrslage.

Dem wollten die Stadt unter Federführung von Bürgermeister Marcus Schaile, die Polizeiinspektion Germersheim mit ihrem stellvertretenden Leiter Uwe Becker und die Eduard-Orth-Grundschule nebst Elternbeirat entgegen treten.

In den vergangenen Wochen wurden Eltern und Schüler informiert und auf den großen Tag am 12. Juli vorbereitet. Und siehe da: „Unerwartet viele Schüler der Eduard-Orth-Grundschule sind unserem Aufruf gefolgt und haben sich heute zu Fuß oder per Fahrrad auf den Weg zur Schule gemacht“, freute sich Schaile.

Der Stadtchef ging an diesem Tag selbst nochmals seinen alten Schulweg und verteilte auch fleißig Stempel an die Kinder.

An acht verschiedenen Stationen entlang des Schulwegs zur Eduard Orth Schule hatten sich vor Schulbeginn Mitarbeiter der Polizei, des Ordnungsamts, sowie einige Eltern und Lehrkräfte der Eduard Orth Schule postiert, um die Schüler auf Gefahren und sichere Überwege auf ihrem Schulweg hinzuweisen.

Germersheim, zu Fuß zur Schule, Polizei, Schaile 3

An jeder Station bekamen die Kinder einen Schulweg-Stempel in einen Schulwegausweis, worüber die Kinder sichtlich stolz waren. Im Pausenhof der Eduard-Orth-Schule angekommen, gab es dann für jeden Schüler noch einen Schrittzähler als zusätzliche Motivation.

Die Aktion „Sicher ohne Auto zur Schule wird auch weiter fortgesetzt. An verschiedenen Tagen, die noch geheim sind, werden in den kommenden Wochen wieder Schulwegstempel an die Kinder verteilt. Auf die Kinder und Schulklassen mit den meisten Schulwegstempeln wartet dann noch eine ganz besondere Überraschung.

Wer also seinen Schulweg öfter zu Fuß oder mit dem Rad bewältigt, erhöht seine Chancen. (red/cli)

Polizei, Bürgermeister Ordnungsamt, Eltern, Lehrer: Alle haben mitgeholfen.

Polizei, Bürgermeister, Ordnungsamt, Eltern, Lehrer: Alle haben mitgeholfen.

 

Germersheim, zu Fuß zur Schule, Polizei, Schaile 6

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3 Kommentare auf "Großer Aktionstag in Germersheim: Besser zu Fuß als im Elterntaxi – „Sicher ohne Auto zur Schule“"

  1. Friedel Vogt sagt:

    Das ist ein schönes Foto, das da mit „Polizei, Bürgermeister Ordnungsamt, Eltern, Lehrer: Alle haben mitgeholfen“ beschrieben ist. Sind die darauf abgebildeten Leute zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu der Aktion gekommen?

    Als es noch in jedem Dorf und in jedem Stadteil mindestens eine Grundschule und normalerweise auch eine Hauptschule gab, konnten und musten die Kinder von vorn herein selbstständig zur Schule gehen. Dass Kinder, die schon mit 6 Jahren mit dem Bus in den Nachbarort fahren mussten, um in die Grundschule gehen zu können, im Alter von 13 Jahren plötzlich anfangen bei Wind und Wetter Schulwege im 2-stelligen Kilometerbereich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen, ist meiner Meinung nach nicht zu erwarten. Und in den meisten Fällen wäre das auch nicht sicherer. Zumindest in der VG Lingenfeld, aus der viele Kinder nach Germersheim zur Schule gehen, gibt es entlang der Landstraßen nicht mal Radwege.

    Wären die Schulwege sicher, kurz und unproblematisch, wären wohl auch die Eltern, Lehrer, Polizisten und „Bürgermeister Ordnungsamt“ zu Fuß oder mit dem Fahrrad gekommen. Aber sehr wahrscheinlich haben das nur einige Wenige aus der nahen Umgebung gemacht. Das ist bei den Schülern wohl genau so. Für die Meisten ist der Weg zu weit, zu gefährlich, zu unkomfortabel, um zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu kommen.

    Solche Aktionen ändern an den Ursachen leider nichts. Vielleicht sensibilisieren sie ein wenig für die Problematik, aber man könnte mit weniger Aufwand viel mehr erreichen, wenn man wenigstens versuchen würde, das Problem an den Ursachen zu bekämpfen.

  2. Steffen Weiß sagt:

    Leider eine sehr realistische Darstellung. Insbesondere auf dem letzten Foto: 2 Schüler auf Fahrrädern, die keinen Helm tragen und der Junge links im Vordergrund hat auch noch ein Fahrrad, mit dem er beim „Fahrradführerschein“ nicht durchkommen würde und das natürlich für die Teilnahme am Straßenverkehr nicht der Vorschrift entspricht.

    Beim „sicheren Schulweg“ muss man zwei weitere Fakten berücksichtigen:

    1. Die kostenlose Schülerbeförderung für alle, die weiter als 4km von der Schule weg wohnen, findet sehr häufig mit überfüllten Bussen statt. Die Nutzung von Stehplätzen wäre nach der EU-Busrichtlinie gar nicht zulässig. Die bundesrepublik Deutschland hat bei der EU-Kommission eine Ausnahmegenehmigung beantragt und erhalten. „Sicher“ ist das nicht…

    2. Die Schüler, die innerhalb des 4km-Radius um ihre Schule wohnen, erhalten keine Monatskarte, die – zumindest im Kreis Germersheim – zur 12-Monats-Dauernutzung auch nachmittags, abends, an Wochenenden und in den Ferien berechtigt.
    Eltern im 4km-Radius werden doch geradezu zum „Eltern-Taxi“ gedrängt – insbesondere auch für den Trainings- oder Probentermin am Nachmittag im Nachbarort….

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