Jockgrim – Das Theaterprojekt „Käpplerin und Kalkmännel“ zum Ortsjubiläum 750 Jahre Jockgrim war ein riesiger Erfolg.
Wer es miterlebt hat, wird es wohl nie vergessen. Um die 350 Menschen haben ehrenamtlich vor und hinter den Kulissen an diesem gewaltigen Projekt mitgewirkt. Mit Begeisterung, Disziplin, Ideen, Kraft, Ausdauer, Anstrengung und Spaß.
Das Stationentheater hat einen prägenden Zeitabschnitt der jüngeren Geschichte Jockgrims lebendig werden lassen und bewusst gemacht: die Epoche der Ziegelei Ludowici von 1883 bis 1972.
An sechs Spielorten erlebt der Zuschauer mit, wie die Familien Gruber und Metz arbeiten, leiden, lieben und hoffen. Eindrucksvoll sind nicht nur die Leistungen der Amateur-Darsteller, auch die Bühnenbilder, Technik und Kostüme fügen sich zu einem mitreißenden Ganzen zusammen.
Die drei Stunden Spielzeit – inklusive der kurzen Wege zwischen Bürgerhaus, Verwaltungsgebäude und Ziegeleimuseum – vergehen wie im Flug. Bei vielen älteren Besuchern werden Erinnerungen wach: „Genau so war’s!“
Die Projektleiter Walter Menzlaw und Marianne Stein haben das unerwartet groß und komplex gewordenes Theaterprojekt mit großer Kompetenz, Durchsetzungsvermögen, Geduld und ganz viel Herzblut souverän geleitet und die Mitwirkenden zu ganz bemerkenswerten Leistungen motiviert.
Walter Menzlaw und Felix S. Felix (Chawwerusch-Theater) haben das Stück geschrieben. Marlene Korbstein gestaltete mit ihrer Gruppe die Kostüme.
Bereits vor der Premiere waren alle Aufführungen ausverkauft, und viele Kartenwünsche konnten nicht mehr erfüllt werden. An drei Wochenenden wurden alle 16 Aufführungen zu großartigen Erfolgen.
Neben einem unvergesslichen Theater-Erlebnis hat das Projekt auch für die Menschen in Jockgrim einiges bewegt.
Es hat Menschen zusammengebracht: Ur-Jockgrimer und Zugezogene, Jockgrimer und Nachbarn, Junge und ehemals Junge, Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen und Talenten.
Es hat Verbindungen entstehen lassen, den Zusammenhalt gestärkt. Es zeigt, was möglich ist, wenn man zusammenarbeitet und zusammenhält.
Mit diesem fantastischen Theaterprojekt haben die Jockgrimer und Nachbarn sich zum Jubiläumsjahr selbst beschenkt – mit einem großartigen Geist des Gemeinsinns und eindrucksvollen, bleibenden Erinnerungen. (red)

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