Donnerstag, 01. Dezember 2022

Gibt es ein Mindestalter für eine Investition in Aktien?

12. August 2022 | Kategorie: Finanzen, Freizeit & Hobby, Ratgeber

Foto: Pixabay

Auf den sozialen Medien häufen sich die Beiträge, in denen von Investitionen auf dem Finanzmarkt berichtet wird. Die Auswahl ist dabei mehr als vielfältig.

Während für die meisten der Handel mit Wertpapieren, Rohstoffen und Kryptowährungen als wichtige Investition zählt, sehen andere auch einen Ice Casino 25€ bonus als besonders wichtig an. Hier kann ohne finanzielles Risiko ein Gewinn erzielt werden. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns allerdings mit dem Thema der Aktien sowie der Frage, ob es für den Handel mit Wertpapieren ein Mindestalter gibt.

Keine Aktien für Kinder

Bis zu einem Alter von 7 Jahren gilt man in Deutschland als geschäftsunfähig. Wer demnach jünger ist, kann unter keinen Umständen Verträge und somit einen Kauf abschließen. Damit müssen alle Einkäufe und Investitionen, die ein Kind vorab bewilligt bekommen soll, durch einen Elternteil beziehungsweise Vormund begleitet werden.

Auch ab dem 7. Lebensjahr ist es nicht ohne Weiteres möglich, beliebig viel Geld auszugeben. Zwar gelten Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 7 und 18 Jahren als eingeschränkt geschäftsfähig, große Einkäufe dürfen allerdings dennoch nicht durch diese getätigt werden. Grund dafür ist unter anderem der sogenannte Taschengeldparagraph, welcher besagt, dass heranwachsende nur mit Summen hantieren dürfen, welche dem Gegenwert des Taschengeldes entsprechen. Der Einkauf eines neuen Autos ist damit für Jugendliche ebenso wenig möglich, wie das bedingungslose Investieren in Aktien.

Hierfür bedarf es einer formellen Einverständniserklärung der Eltern. Da dies allerdings einiges an Aufwand mit sich bringt, läuft die Praxis im Normalfall ganz anders ab. In den meisten Fällen, bei denen eine Investition in Aktien von Personen unter 18 Jahren im Raum steht, wird der Kauf der Wertpapiere in der Regel vollständig durch die Eltern übernommen. Damit sind sie zwar rechtlich im Besitz der Aktien, der eigentliche Besitzer ist dabei jedoch inoffiziell die Jugendliche Person.

Da ein solches Geschäft innerhalb der Familie abgeschlossen wird, können die Jugendlichen ihren Eltern vertrauen, dass sie auch tatsächlich am 18. Geburtstag in Besitz der Aktien gelangen können.

Aktienhandel: Sinnvoll für Jugendliche?

Für Kinder und Jugendliche ist es also keinesfalls problemlos möglich, in den Besitz von Aktien zu gelangen. Auch der Versuch für den Kauf über das Internet wird nicht gewinnbringend sein. Zudem ist durchaus davon abzuraten, als minderjährige Person zu versuchen, Wertpapiere zu handeln.

Heutzutage haben alle seriösen Broker ausreichende Schutzmaßnahmen, um die Anmeldung von unbefugten und damit auch zu jungen Personen zu unterbinden. Jene Anbieter, die es auch offensichtlich Jugendlichen ermöglicht, den Handel mit Aktien durchzuführen, arbeiten nicht nur äußerst unmoralisch, sondern machen sich sogar strafbar. Damit liegt die Wahrscheinlichkeit auch entsprechend hoch, dass in einigen Fällen gar kein Handel mit Wertpapieren, sondern lediglich ein groß aufgezogener Betrug stattfindet. 

Jugendliche, die dennoch den großen Wunsch der Spekulation mit Aktien pflegen, sollten daher unbedingt ihre Eltern einweihen. Diese können im Zweifelsfall ein entsprechendes Aktiendepot eröffnen und nach Absprache mit dem eigenen Kind die gewünschte Investition tätigen. Dies ist in jedem Fall der sicherste Weg, um einen Handel mit Wertpapieren für Personen mit eingeschränkter Geschäftsfähigkeit ermöglichen zu können.

Oftmals ungenügende Vorkenntnisse

Auch aufgrund des mangelnden Risikobewusstseins ist eine vorherige Absprache mit beispielsweise den Eltern unabdingbar. Viele Jugendliche werden durch das Internet in Form der sozialen Medien tagtäglich mit dem Wertpapierhandel konfrontiert. Die gezeigten Inhalte beziehen sich dabei allerdings nahezu ausschließlich auf die erzielten Gewinne.

Nicht selten sind die Versprechungen nahezu absurd hoch angesetzt, die fehlende Lebenserfahrung führt jedoch unweigerlich zum Vertrauen der Zuschauer. Schnell entsteht eine gewisse Blendung, die das Verlangen nach einer ähnlichen Investition fördert.

Dabei fehlen vielen Jugendlichen die Vorkenntnisse auf dem Finanzmarkt. Zwar klingt es immer schön, durch wenige Klicks viel Geld verdienen zu können, die Risiken sind dabei allerdings nur den wenigsten bekannt. Schließlich lässt sich das Geld hierbei mindestens genau so leicht verlieren, wie es eingenommen wird. Wer dem jedoch zuvor keine Beachtung geschenkt hat, kann schnell hohe Verluste erleiden.

Das liegt vor allem an Umständen, die nicht vorhersehbar sind. Die eigentliche Bewertung des Potentials einer Aktie ist dabei eher simpel. In der Regel lässt sich leicht absehen, ob das entsprechende Unternehmen, von dem Wertpapiere gekauft werden sollen, eine Zukunft auf seinem Markt besitzt. Entgegen eines weitläufigen Sprichworts heilt die Zeit beim Halten einer Aktie allerdings keine Wunden, sondern erhöht lediglich das Risiko, dieselbigen zu erleiden. Das liegt unter anderem daran, dass jeden Tag etwas passieren kann, was zu einem Einbruch der Aktie führt.

Hierbei kommen beispielsweise der Ausbruch einer Pandemie, ein neuer großer Konkurrent oder Vorfälle innerhalb der Führungsebene in Frage. All dies sind Faktoren, die einen sofortigen und kräftigen Impact auf den Wert eines Unternehmens mit sich bringen können. Beim Handel mit Aktien gilt also stets die Vorsicht. Zudem ist es hilfreich, sich ausreichend Informationen zu beschaffen, ehe eine Investition getätigt wird.

Print Friendly, PDF & Email
Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen