Montag, 17. Dezember 2018

Investition Bootskauf: Das ist wichtig

11. Oktober 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Freizeit & Hobby, Ratgeber, Reise, Sonstiges

Große Yacht oder kleines Boot? Eine entscheidende Frage – und auch eine des Geldbeutels. 
Foto: Tama66 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Wer sich einmal in das Gefühl verliebt hat, selbst mit dem Boot unterwegs zu sein, denkt früher oder später über einen Kauf nach.

Viele Menschen erleben das Bootfahren zunächst bei Charter-Urlauben im Ausland, wollen künftig jedoch lieber mit dem eigenen Gefährt über das Wasser gleiten. Grundsätzlich ist das selbstverständlich möglich. Beim Bootskauf jedoch sollten künftige Eigentümer einige Punkte beachten.

Welches Boot ist das richtige?

Die Auswahl an Booten ist heute so groß wie nie.  Von kleinen Modellen für die Binnenschifffahrt bis hin zu großen Yachten, die es auch mit hoher See aufnehmen können, variieren nicht nur Form und Größe, sondern auch Ausstattung. Vor der Ansicht verschiedener Boote sollten Kaufwillige zunächst überlegen, welchen Zweck das eigene Modell erfüllen soll. Schon die Frage nach dem bevorzugten Revier ist wichtig, denn Boote eignen sich je nach Typ besser für Hochsee, See, Küste oder auch Binnengewässer.

Hinzu kommt die Frage, ob ein Segel. Oder Motorboot gekauft werden soll. Hier spielt auch die Kostenfrage eine wichtige Rolle. Denn während Segelyachten die Energie des Windes praktisch kostenlos nutzen können, braucht es für ein leistungsstarkes Motorboot ausreichend Benzin. Nachfolgekosten für Kraftstoff, Wartung und Instandhaltung sollten daher schon frühzeitig beleuchtet werden.

Was die Ausstattung des Bootes betrifft, müssen künftige Eigentümer nicht zwingend jeden Gegenstand bei der Anschaffung bestellen. Es ist problemlos möglich, Ausrüstung auch nachträglich zu besorgen und das Boot so Stück für Stück an eigene Bedürfnisse anzupassen. Einen Überblick rund um nützliche und sogar notwendige Details bietet wellenshop.de.

Ebenfalls wichtig ist es, sich zu überlegen, wie viele Personen auf dem Boot Platz finden sollen und ob eine Übernachtungsmöglichkeit sinnvoll ist. Wer nur tagsüber auf dem Rhein fährt, wird kein Bett benötigen. Wer allerdings einen mehrtägigen Urlaub in Kroatien oder anderen Ländern mit schönen Revieren auf dem Wasser verbringen will, sollte jedem Mitreisenden ein angenehmes Nachtlager zur Verfügung stellen können.

Sind all diese Fragen geklärt, kristallisiert sich meist ein bestimmter Bootstyp heraus, der den eigenen Bedürfnissen gerecht wird. Falls Käufer sich trotz intensiver Überlegungen noch immer nicht sicher sind, könnte jedoch auch der Besuch einer Bootsmesse sinnvoll sein, denn hier stehen Modelle zur Ansicht bereit. Messen.de informiert über Veranstaltungen der Bootsbranche.

Neukauf: Auf Qualität und Seriosität achten

Wer ein neues Boot kaufen möchte, kontaktiert in aller Regel mehrere Anbieter, um deren Leistungen vergleichen zu können. Sowohl die Qualität als auch der Preis gehören dann zu den wichtigsten Merkmalen, die durch kompetenten und freundlichen Service ergänzt werden.

Es lohnt sich nicht, ein Boot zu kaufen, das für besonders günstige Konditionen angeboten wird, qualitativ jedoch nicht überzeugen kann. Besser ist es stets, einen Hersteller zu wählen, der hochwertige Boote produziert, bei denen auch die Garantie stimmt. Auch ist es wichtig, dass der jeweilige Anbieter möglicherweise notwendige Reparaturen und Wartungsarbeiten durchführen kann.

Das CE-Zeichen ist obligatorisch für den Betrieb eines jeden Bootes.
Quelle: avpteam (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Ein entscheidender Punkt beim Kauf eines Bootes mit einer Länge zwischen 2,4 und 24 Metern ist die EU-Konformitätserklärung. Ein Boot, das den entsprechenden Verordnungen entspricht und dementsprechende Sicherheit bietet, wird mit dem CE-Siegel gekennzeichnet.

Ist das nicht der Fall, sollten Käufer besser Abstand von ihrem Vorhaben nehmen. Dann nämlich ist es nach Paragraph 4a Binnenschiffs-Untersuchungsordnung streng untersagt, das Boot in Betrieb zu nehmen. Wer ein Boot ohne Konformitätserklärung kauft und nutzt, riskiert empfindliche Bußgelder und die Stilllegung. Renommierte und professionelle Anbieter jedoch wissen das und klären von sich aus über das CE-Zeichen auf.

Gebrauchtboote können eine gute Alternative sein

In Deutschland besaßen laut Statistik rund 350.000 Männer zwischen dreißig und 74 Jahren 2017 ein Boot. Auch hier bietet sich daher ein guter Markt, um gebrauchte Modelle zu erstehen. Im Hinblick auf die entstehenden Ausgaben kann sich der Kauf eines Gebrauchtbootes lohnen, denn hier gestaltet sich der Wertverlust ganz ähnlich wie bei Autos. Über einen Gebrauchtkauf nachzudenken, ist daher nicht falsch.

Dennoch sollte ein Fachmann dieses Vorhaben begleiten und den Kaufwilligen im Rahmen einer Besichtigung des Bootes unterstützen. Es gibt einige Punkte, die Laien nicht erkennen können, das Sicherheitsprofil eines Bootes jedoch deutlich verschlechtern.

Wer ein Boot ohne einen erfahrenen Sachverständigen begutachtet, riskiert daher nicht nur unentdeckte Schäden, sondern unter Umständen auch einen zu hohen Kaufpreis. Der Verband der Sportboot- und Schiffbau-Sachverständigen bietet eine Übersichtskarte mit verfügbaren Experten.

Ein Sachverständiger sollte bei der Besichtigung zugegen sein.
Foto: misesenscenes (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Ob das Gebrauchtboot beim Händler oder von Privat gekauft wird, kann ebenfalls einen großen Unterschied machen. So bieten Händler Käufern eine ein- oder zweijährige Gewährleistungsfrist, während der sie für mögliche Schäden aufkommen. Privatverkäufer jedoch schützen sich, indem sie eine Gewährleistung rechtsgültig ausschließen.

Sollte sich hier allerdings ein arglistig verschwiegenen Mangel zeigen, können Käufer auch Privatverkäufer nachträglich in die Verantwortung nehmen und den Kaufvertrag anfechten. Boote ohne Konformitätserklärung sollten in keinem Fall gekauft werden, da eine nachträgliche Erteilung des CE-Siegels in aller Regel hohe Kosten nach sich zieht.

Ein Boot, das zum Zeitpunkt des Verkaufs in Deutschland liegt, kann problemlos gekauft werden. Befindet sich der Liegeplatz jedoch im Ausland, sollten Käufer Vorsicht walten lassen. Dann nämlich kann es passieren, dass bei der Überführung des Bootes Einfuhrumsatzsteuer-Forderungen auf den Plan treten. Daher sollte im Kaufvertrag ein konkreter Absatz rund um bereits gezahlte Mehrwertsteuer zu finden sein, der im Zweifel als Nachweis gilt.

 

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