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Germersheim: Weihnachtstradition in der Südpfalz-Kaserne – Patenschaftsbaum symbolisiert Verbundenheit

26. November 2016 | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional
Major Patrick Ehret und Bürgermeister Marcus Schaile geben Strom: Light on. Fotos: Pfalz-Express/Licht

Major Patrick Ehret und Bürgermeister Marcus Schaile geben Strom: Light on.
Fotos: Pfalz-Express/Licht

Germersheim – „Wenn man etwas zwei Mal macht, wird es schon zur Tradition“, pflegt der Kommandeur des Luftwaffenausbildungsbataillons, Oberstleutnant Maximilian Olboeter, zu sagen.

Am Donnerstag war es schon das dritte Mal, dass mit dem Schmücken der 30 Jahre alten Tanne im Eingangsbereich der Südpfalz-Kaserne und dem Anschalten der Lichterkette die Patenschaften zwischen Kompanien und Gemeinden gepflegt und unterstrichen wurde.

Die Kompanien haben jeweils verschiedene Patengemeinden, die die Soldaten unter die Fittiche nehmen und mit ihnen gemeinsame Aktivitäten durchführen. Die Patenschaft ist keine Einbahnstraße – auch umgekehrt unterstützen die Soldaten „ihre“ Gemeinden.

Um dieses Zusammenwirken zu würdigen, kommt man alljährlich am Patenschaftsbaum zusammen, plaudert bei Glühwein, Würstchen und Gebäck – und Bürgermeister und Kampaniechefs dekorierten den Baum mit großen Glaskugeln.

In diesem Jahr befand sich Kommandeur Olboeter auf Lehrgang in Hammelburg und so hielt sein Stellvertreter Major Patrick Ehret die Ansprache. In Germersheim fühle man sich wohl und willkommen geheißen, sagte der Major, die Lebensqualität sei außerordentlich gut. Mit den Patengemeinden sei man zusammen an vielen Events beteiligt gewesen.

Davon gab es im Jahr 2016 jede Menge: Standortball, Girl´s Day, Tag der offenen Tür oder Oktoberfest – allesamt Veranstaltungen, bei denen Soldaten und Zivilisten miteinander in freundschaftlichen Kontakt kamen.

Intern standen unter anderem 60 Jahre Luftwaffe, die Sanierungsmaßnahmen in der Kaserne (Abriss von zwei Unterkunftsgebäuden) oder die Umstellung der gesamten Lehrgangslandschaft auf der Agenda, berichtete Ehret.

Germersheims Bürgermeister Marcus Schaile betonte ebenfalls das gute Auskommen mit den Angehörigen des Bataillons: „Wir stehen zu unseren Soldaten. Wir freuen uns, wenn sie an den Festen der Stadt teilnehmen – in Uniform.“ In der Region brauche man keine Polizei bei öffentlichen Gelöbnissen oder anderen Veranstaltungen der Bundeswehr. Das erstaune auch immer wieder den Kommandeur, so der Stadtchef.

Anders als bei der Film-Familie Griswold klappte dann auch das Zusammenführen der Stecker für die Baumbeleuchtung bei Ehret und Schaile – der Patenschaftsbaum erstrahlte augenblicklich in festlichem Lichterglanz.

Die erste Kugel stecke Schaile zusammen mit Hauptmann Sandra Frauendorf, Chefin des Stabszugs/Versorgungszugs, an die Tanne.

patenschaftsbaum-suedpfalz-kaserne-2016-frauendorf-schaile

Aus Hambach war Ortsvorsteherin Gerda Bolz gekommen, die mit Oberleutnant Fischer statt einer Kugel eine Platte am Baum anbrachte, die das Hambacher Schloss zeigt. Bolz hatte sie speziell für diesen Anlass anfertigen lassen.

Westheims Bürgermeisterin Inge Volz war verhindert. Für sie kam Ortsgemeinderatsmitglied Ingrid Allbrecht, die mit Oberleutnant Sponer die letzte große Kugel befestigte.

Die 7. Kompanie, die im fränkischen Roth stationiert ist, verpasste die Feier: Der Bus steckte im Stau fest. (cli)

Gerda Bolz mit Oberleutnant Fischer...

Gerda Bolz mit Oberleutnant Fischer…

 

...und Ingrid Allbrecht mit Oberleutnant Sponer.

…und Ingrid Allbrecht mit Oberleutnant Sponer.

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