Dienstag, 14. Juli 2020

George Floyd – Proteste in den USA reißen nicht ab – Trump im Bunker

1. Juni 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Weltgeschehen

Foto: dts Nachrichtenagentur

Washington  – Die Proteste in den USA gegen Polizeigewalt und des Todes des Afroamerikaners George Floyd reißen nicht ab. In zahlreichen Städten gingen Tausende Menschen in der sechsten Nacht in Folge auf die Straße, wobei es wieder an vielen Orten zu Ausschreitungen kam.

Unter anderem gab es in Washington, New York und Philadelphia Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Fahrzeuge standen in Flammen. Zudem waren auf Fernsehbildern Plünderungen zu sehen.

Laut eines Berichts des US-Nachrichtensenders CNN wurden in mehr als 40 Städten Ausgangssperren verhängt, mehr als 15 US-Bundesstaaten mobilisierten die Nationalgarde. Auch direkt vor dem Weißen Haus versammelten sich Demonstranten, US-Präsident Donald Trump musste übereinstimmenden Medienberichten zufolge zwischenzeitlich in einen Bunker gebracht werden.

Trump selbst macht vor allem linksradikale Gruppen für die aktuellen Ausschreitungen verantwortlich. Er kündigte an, die sogenannte „Antifa“ als Terrororganisation einstufen zu wollen, ohne weitere Details zu nennen. Zudem rief er die Gouverneure der US-Bundesstaaten zu einer härteren Gangart gegen die Protestler auf.

Auslöser der aktuellen Protestwelle war der Tod Floyds bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis am 25. Mai. Floyds Vergehen: US-Medien zitieren übereinstimmend aus dem Polizeibericht, Floyd habe in einem Lebensmittelgeschäft versucht, mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein zu bezahlen. Der Ladeninhaber erkannte, dass es sich um Falschgeld gehandelt hatte und rief die Polizei.

Einer von insgesamt vier beteiligten Polizeibeamten hatte nach der Festnahme minutenlang auf dem Nacken des Mannes gekniet. Das Opfer rief während des Vorgangs mehrfach „I can’t breathe!“ (Ich kann nicht atmen). Später wurde sein Tod bekannt gegeben. Passanten hatten den Verlauf des Einsatzes gefilmt.

Der Tatverdächtige wurde nach dem Vorfall aus dem Polizeidienst entlassen und später festgenommen. Er wurde wegen Mordes angeklagt. (dts Nachrichtenagentur)

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