Samstag 14.März 2026

Generalzolldirektion: Behörden-Neubau startet in Neustadt

Bürokomplex soll 2028 fertig sein – Bessere Verkehrsanbindung

6. Februar 2026 | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional, Regional

So soll das neue Zollgebäude aussehen.
Credit: Uhl / Stadtverwaltung

Neustadt. Mit den in Kürze beginnenden Rohbau-Arbeiten für die neue Generalzolldirektion (GZD) startet das seit Jahrzehnten größte Immobilienprojekt in Neustadt an der Weinstraße.

Mit der Baugrube wurde schon gestartet. Oberbürgermeister Marc Weigel und Investor Ralf Uhl informierten jetzt gemeinsam über die Entwicklung des Neubaus, der viele Arbeitsplätze in der Stadt sichern soll.

Das nagelneue Verwaltungsgebäude der Bundesbehörde mit rund 400 Büro-Arbeitsplätzen entsteht zwischen der Kernstadt und Lachen-Speyerdorf. Es soll die bislang verschiedenen in Neustadt verteilten Direktions-Dienststellen zusammenführen.

In den vergangenen Monaten waren hierzu noch umfangreiche formelle und vertragliche Verfahren zu durchlaufen. Dazu zählten ein europaweites Vergabeverfahren sowie Verhandlungen zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, dem Investor und weiteren beteiligten Stellen auf Bundesebene. Mit der notariellen Beurkundung der Verträge Ende 2025 sind nun alle Voraussetzungen erfüllt, damit gebaut werden kann.

Entscheidung des Bundes fiel auf Neustadt

Nach der Standortsuche und der Entscheidung des Bundes für Neustadt hatte die Stadtverwaltung bereits das Bebauungsplanverfahren durchgeführt. Parallel hat der Bund eine europaweite Ausschreibung durchgeführt mit dem Ziel, einen privaten Investor und Bauträger zu finden.

Die Entscheidung fiel auf die Uhl Real Estate GmbH aus Maikammer. Diese wird den Verwaltungsbau schlüsselfertig für den Bund errichten. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 41 Millionen Euro. Aufgrund dieser Größenordnung handelt es sich um das größte Immobilienprojekt in Neustadt seit Jahrzehnten.

Gebaut wird nach hohen Energieeffizienzstandards. Vorbereitende Maßnahmen auf dem Grundstück wurden bereits durchgeführt. Mit dem in den kommenden Tagen vorgesehenen Start des Rohbaus beginnt die Hochbauphase. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen.

Oberbürgermeister: Langfristige Sicherung des Behördenstandorts

Oberbürgermeister Marc Weigel sagte zur Bedeutung des Projekts: „Für Neustadt ist wichtig, dass der Behördenstandort langfristig gesichert wird. Der Neubau der Generalzolldirektion ist das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses mit vielen Abstimmungen. Wir sind froh, dass nun Klarheit und Verlässlichkeit für alle Beteiligten besteht.“

Baudezernent und Beigeordneter Bernhard Adams hat die gesamten Planungen eng begleitet. Er hob hervor: „Die Stadtverwaltung hat zahlreiche planungsrechtliche und infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen, um das Vorhaben zu ermöglichen. Wir gehen davon aus, dass der Neubau auch über das eigentliche Projekt hinaus Wirkung entfalten wird und zur weiteren Entwicklung des Gewerbegebiets beiträgt.“

Der Geschäftsführer der Uhl Real Estate GmbH, Ralf Uhl, dankte der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit in der Planungsphase. Die engen Abstimmungen hätten es ermöglicht, die komplexen Anforderungen eines Bundesprojekts dieser Größenordnung umzusetzen.

Um zum Erfolg beizutragen, investiert die Stadt in die öffentliche Infrastruktur rund um den neuen Bürokomplex. So sollen im kommenden Jahr die Gehwege in der Theodor-Haubach-Straße erneuert und die Erreichbarkeit des Standorts mit dem ÖPNV verbessert werden. Vorgesehen ist eine zusätzliche Bushaltestelle an der Speyerdorfer Straße in beide Fahrtrichtungen, um die Anbindung zu optimieren.

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