Karlsruhe – Nach den Urteilen im NSU-Prozess hat Generalbundesanwalt Peter Frank versichert, dass allen neuen Spuren und Hinweisen nachgegangen werde.
Es seien Fragen offen geblieben. Etwa: „Was wollten die Angeklagten mit den ganzen Waffen? Gab es am Tatort Helfer, die Hinweise für die Anschläge gaben?“, sagte Frank.
Eine ganz zentrale Frage der Angehörigen der Opfer sei unbeantwortet geblieben: „Warum ist gerade mein Mann, mein Vater oder mein Sohn ermordet worden?“ Der 4. November 2011, der Tag, an dem der NSU aufflog, sei und bleibe eine Verpflichtung für die Bundesanwaltschaft, sagte Frank der FAZ.
Dass der NSU über Jahre hinweg nicht erkannt worden sei, habe tiefe Spuren hinterlassen. „Es ist Vertrauen verloren gegangen“. Frank warnte aber vor zu großen Hoffnungen bezüglich neuer Erkenntnisse: „Das wird – da muss man realistisch bleiben und darf keine falschen Versprechungen machen – alles andere als einfach.“ Frank versprach jedoch: „Aber dennoch werden wir den Aktendeckel nicht schließen. Das Urteil des Oberlandesgerichts ist für uns kein Schlussstrich.“
Die Kritik am Gericht wies Frank zurück. „Das Oberlandesgericht hat sich für diese Aufgabe viel Zeit genommen. Es hat seine Aufgabe erfüllt.“ Er nannte das Verfahren „fair“. Die Bundesanwaltschaft sei allen „nur halbwegs erfolgsversprechenden Ermittlungsansätzen nachgegangen“. „Wir haben sämtliche Verdachtsmomente sorgfältig bewertet und haben vor allen Dingen Vermutungen von Fakten getrennt.“
Frank hat nach eigener Aussage die Revision der Verteidigung von Beate Zschäpe erwartet. „Ich gebe aber davon aus, dass das Oberlandesgericht keinen Verfahrensfehler gemacht hat.“ (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken




Berlin – Nach dem Streit über die Ermittlungen gegen den Internetblog netzpolitik.org hat Bundesjustizminister Heiko Maas den Generalbundesanwalt Harald Range in den ...
Karlsruhe – Der im Zuge der Ermittlungen gegen Netzpolitik.org in der Kritik stehende Generalbundesanwalt Harald Range sieht sich durch ein Gutachten in ...
Karlsruhe – Nach dem Rizin-Fund in Köln haben die Ermittler bislang keinerlei Anhaltspunkte für konkrete Anschlagsplanungen gefunden. Die bisherigen Erkenntnisse legten allerdings ...
Berlin – Generalbundesanwalt Peter Frank hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass er den Fall des mutmaßlichen Terroristen Jaber Albakr früher hätte an sich ziehen ...
Karlsruhe – Generalbundesanwalt Peter Frank zieht Bilanz. Im Gespräch mit der „Welt am Sonntag“ sagte Frank: „Wir haben allein 2016 über 200 ...
Karlsruhe – Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen der Entführung des Vietnamesen Xuan Thanh Trinh und seiner Begleiterin von der Staatsanwaltschaft Berlin ...
Berlin – Zum ersten Mal seit Jahrzehnten und mehr als fünfzig Jahre nach der Spiegel-Affäre wird Journalisten wieder Landesverrat und die Veröffentlichung ...
Karlsruhe – Der Generalbundesanwalt hat offenbar mehrere mit der sogenannten „Atomwaffendivision Deutschland“ in Zusammenhang stehende Verfahren an sich gezogen. Das berichtet das ...
Südwestpfalz. Erich Weiss, Vorstand der Bürgerinitiative B10- 4 Spuren jetzt e.V.“ ist hoch erfreut und zufrieden, denn ein vierspuriger Ausbau der B10 ...
Karlsruhe – Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA) hat Anklage gegen acht deutsche Staatsangehörige wegen des Verdachts der Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung erhoben. ...
München – Im NSU-Prozess fordert die Bundesanwaltschaft eine lebenslange Freiheitsstrafe für die Hauptangeklagte Beate Zschäpe wegen zehnfachen Mordes. Das sagte Bundesanwalt Herbert ...












