Montag, 23. September 2019

Für jedes Holz die Richtige: Fünf wichtige Sägearten im Überblick

18. August 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Bauen & Sanieren, Freizeit & Hobby, Verbraucher-Tipps

Wer Holz schneiden will, braucht eine Säge. Je nach Holzart, Größe des Schnittgutes und dem gewünschten Ergebnis benötigt man dazu völlig verschiedene Sägen. Für jeden Arbeitsschritt gibt es geeignete und ungeeignete Sägen.

Wer die falsche Säge oder das falsche Sägeblatt auswählt zerstört im schlimmsten Fall nicht nur das vorhandene Material und die Säge, sondern verletzt sich schlimmstenfalls auch noch selber.

Damit man im Dschungel der verschiedenen Sägearten und ihrer Einsatzgebiete nicht den Überblick verlieren, erfährt man hier alles über die beliebtesten Sägearten. Alle Sägen gibt es mittlerweile auch kabellos mit Akkus. Hier sollte beim Kauf auf die Akkuleistung und die Ladezeit geachtet werden.

1. Die Stichsäge

Fast jeder Haushalt verfügt über eine Stichsäge. Diese elektrische Säge ist das Allroundtalent für Sägearbeiten im Haushalt. Mit ihr können gerade Schnitte, Rundungen und Ausschnitte geschnitten werden.

Sie eignet sich nicht nur für Holz, sondern mit entsprechenden Sägeblättern auch für Kunststoff, Metall oder Keramikfliesen. Allerdings ist die Schnitttiefe sehr begrenzt, weswegen sie zum Beispiel für Kanthölzer nicht geeignet ist.

Wer eine Stichsäge mit großer Laufruhe haben möchte, sollte zu einer Pendelhubstichsäge greifen. Die Pendelhubstichsäge gleicht durch Gegengewichte in der Säge auftretende Kräfte aus die sonst über den Sägearm ausgeglichen werden müssen.

Je nach Marke der Stichsäge kann der Sägeblattwechsel entweder werkzeuglos oder über Schnellspannbügel erfolgen. Bei dem Kauf von Sägeblättern sollte man unbedingt auf die richtige Aufnahme achten, da die Sägeblätter sonst unbrauchbar sind.

2. Die Säbelsäge

Die Säbelsäge ist auch als elektrischer Fuchsschwanz oder als Universalsäge bekannt. Auch die Bezeichnung Reciprosäge oder Tigersäge ist gebräuchlich.

Neben Holz können je nach Sägeblatt auch Kunststoff und Metalle geschnitten werden. Im Vergleich zur Stichsäge können damit auch dickere Hölzer geschnitten werden. Allerdings sind die Schnitte der Säbelsäge gröber und ungenauer als die der Stichsäge. Sie eignet sich also nicht für akkurate Feinarbeiten.

Sie wird oft zum Zerkleinern und Demontieren verschiedenster Materialien verwendet und leistet bei Sanierungsarbeiten gute Dienste.

Mit einem geeigneten Sägeblatt für Holz und Metall ist auch das Zersägen von Brettern mit Nägeln oder Schrauben problemlos möglich. Auch bei der Gartenarbeit zum Stutzen von Zweigen und Ästen ist die Säbelsäge ein praktischer Helfer.

3. Die Handkreissäge

Die Handkreissäge ist für alle arbeiten mit großen Werkstücken, bei denen gerade Schnitte erwünscht sind, die richtige Wahl. Da ihr rundes Sägeblatt vertikal rotiert, sind die Schnittkanten sehr glatt.

Im Gegensatz zu den Tischkreissägen, bei denen das Werkstück zur Säge geführt wird, wird bei der Handkreissäge die Säge durch das Holz geführt. Dadurch ist die Handkreissäge nahezu überall mobil einsetzbar.

Allerdings benötigt passgenaues arbeiten damit ein wenig Übung. Handkreissägen werden üblicherweise zum Zuschneiden großer Arbeitsplatten oder zum Ablängen von Brettern verwendet.

4. Die Kettensäge

Die Kettensäge ist auch als Motorsäge bekannt. Sie ist mit Benzin – oder Elektromotor erhältlich. Mittlerweile gibt es auch sehr leistungsstarke Modelle mit Akkubetrieb.

Kettensägen eignen sich sowohl für Hart- als auch für Weichholz. Die rotierende Kette zerspant das Holz, dadurch entstehen sehr grobe Schnittkanten. Deshalb eignen sich Kettensägen vor allem für grobe Schnitte, die nicht besonders präzise sein müssen. Anwendung finden Motorsägen beim Ablängen von Bauholz, oder beim Fällen und zersägen von Bäumen.

  • Für die Bedienung einer Kettensäge ist eine spezielle Schutzkleidung erforderlich. Diese umfasst:
  • Schnittschutzschuhe
  • Schnittschutzhose vom Typ C
  • Handschuhe
  • Helm mit Schutzvisier und Gehörschutz

5. Die Kappsäge

Wie bei der Handkreissäge rotiert auch bei der Kappsäge ein rundes Sägeblatt. Dieses wird im Gegensatz zur Handkreissäge aber mithilfe einer Führung von oben nach unten geführt und kappt das Werkstück in zwei Teile. Da diese Sägeart quasi in das Werkzeug eintaucht, können sie auch als Tauchkreissägen bezeichnet werden.

Sie werden vor allem dazu verwendet genaue Gehrungen und Winkel zu schneiden. Aber auch zum schnellen und präzisen Ablängen von dünneren Brettern oder Laminat werden sie verwendet.

Eine Kappsäge bei der der Sägeblattwinkel und die Grundplattendrehung verändert werden kann, wird als Kapp- und Gehrungssäge bezeichnet. Kann das Sägeblatt zusätzlich vor- und zurück bewegt werden spricht man von einer Kappsäge mit Zugfunktion.                

Kriterien zum Kauf einer Säge

Unabhängig von der Sägeart sollte man vor dem Kauf verschiedene Modelle im Hinblick auf folgende Punkte miteinander vergleichen:

  • Leistung
  • Gewicht
  • Zusatzausstattung
  • Lautstärke
  • Preis/Leistung
  • Zubehör
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