Donnerstag, 07. Juli 2022

Fischsterben in Neuburg: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

28. Mai 2022 | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Foto: Pfalz-Express

Neuburg – Nach dem Fischsterben in den Rheinauen bei Neuburg im Jahr 2021 hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt.

Der BUND Südpfalz hatte seinerzeit Strafanzeige gegen den Entwässerungsverband der Verbandsgemeinde Hagenbach erstattet. Der BUND sah den Vorsitzenden des Entwässerungsverbands als Verantwortlichen an für das Fischsterben, bei dem 80.000 Fische umgekommen sein sollen. 

Durch viel zu schnelles und zu einem falschen Zeitpunkt erfolgtes Öffnen eines Schiebers habe dieser zu verantworten, dass das tagelang stehende sauerstofffreie und sauerstoffzehrende Rest(hoch)wasser aus einem ungesteuerten Polder abrupt in ein sauberes Fließgewässer abgelassen wurde, so die Kreisgruppe Südpfalz des BUND. Man sei der Auffassung, „dass eigentlich auch die zuständige Umweltbehörde dieses zerstörerische Verhalten mit einem Bußgeldverfahren zu ahnden habe“, hieß es damals von dem Umweltschutzverband.

Der Entwässerungsverbandsvorsitzende, der damalige Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hagenbach, wies die Vorwürfe zurück. Er müsse bei Hochwasser die Überschwemmungsflächen entwässern lassen. Das Vorgehen sei mit der Gewässerbehörde in Neustadt abgesprochen gewesen.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gaben dem Angeschuldigten nun recht: Der Entwässerungsverband nebst ihrem Vorsitzenden hätten schlichtweg die üblichen Verfahren befolgt, hieß es zur Begründung. (cli)

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