Tunis: Die Femen-Aktivistin hatte für Schlagzeilen gesorgt, als sie dort vor dem Justizpalast barbusig demonstrierte.
Foto: Karl-Heinz Liebisch/pixelio.de
Berlin – Die deutsche Femen-Aktivistin Josephine W., die wegen eines Nacktprotestes vor dem tunesischen Justizpalast 29 Tage lang in einem Gefängnis des nordafrikanischen Landes gefangen gehalten wurde, hat die deutsche Regierung angegriffen.
In der Wochenzeitung „Zeit“ äußert sie sich erstmals über ihre Haft: „Bei der Festnahme wurden wir geschlagen, getreten und bedroht. Es gab eine Odyssee durch mehrere Gefängnisse, wir haben auf nacktem Steinboden geschlafen. Dort war Blut, Urin, Erbrochenes. Später gab es eine medizinische Untersuchung, die ich als Körperverletzung bezeichnen würde“, sagte die Aktivistin.
Der deutschen Regierung wirft sie vor, sie habe sich „möglichst raushalten“ wollen; der Menschenrechtsbeauftragte der Regierung, Markus Löning, habe ihre Haftbedingungen nur verharmlost. Josephine W., die schon im April beim Protest gegen Wladimir Putin in Hannover mitwirkte, sagte der „Zeit“, dass ihre Aussagen vor Gericht falsch übersetzt wurden und sie ihren Protest nicht bereue: „Es ist schwierig, in Tunesien den Mund aufzumachen, ich habe Verständnis für die Opposition. Aber wir bei Femen gehen auf die Straße.
In Diskussionen werden Probleme oft verharmlost. Wir müssen die universellen Menschenrechte überall auf der Welt verteidigen. Darum ist auch unser Protest überall auf der Welt gerechtfertigt.“ Kritik an Femen weist die Aktivistin in dem Interview zurück: „Ich glaube, meine Brüste schaden niemandem. Außer dem Patriarchat – und darüber bin ich froh.“ (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken




Hamburg – In der Sendung von Markus Lanz hat es am Mittwochabend einen Nackt-Protest gegeben. Es war eine der seltenen Lanz-Talksendungen, die ...
Köln – Bei der Morgenmesse im Kölner Dom ist am 1. Weihnachtsfeiertag eine Femen-Aktivistin fast nackt vor Kardinal Meisner auf den Altar ...
Tunis – In der tunesischen Hauptstadt Tunis sind exakt ein halbes Jahr nach dem Mord an einem führenden Oppositionellen in der Nacht ...
Karlsruhe – Die Bundesregierung darf auch künftig Rüstungsexportgeschäfte bis zur abschließenden Genehmigung geheim halten. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Zugleich urteilten ...
Berlin – Die Energiewende steht für die deutsche Wirtschaft ganz oben auf der Prioritätenliste der neuen Bundesregierung: „Es muss alles daran gesetzt ...
Berlin – Der Grünen-Vorschlag für einen vegetarischen Tag in Kantinen hat den FDP-Politiker Lars Lindemann zu einem drastischen Vergleich bewogen. Auf seiner ...
Paris – Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls hat bei Präsident François Hollande den Rücktritt der Regierung eingereicht. Bereits am 26. August werde eine ...
Kairo – Der bisherige ägyptische Bauminister Ibrahim Mahlab ist am Dienstag von Übergangspräsident Adli Mansur mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt ...
Berlin – Die Bundesregierung will dem NSA-Untersuchungsausschuss nur eingeschränkte Einblicke in ihre Akten gewähren. Informationen über die Verhandlungen zu einem No-Spy-Abkommen sollen ...











