Mittwoch 22.Juli 2026

Fabian Strahl und Da Capo 1854 verzaubern Publikum: Pictures of Life – Magie der Musik

6. Juni 2026 | Kategorie: Kultur, Rhein-Pfalz-Kreis

Fabian Strahl begrüßt das Publikum
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Schifferstadt. Mit einem mitreißenden Konzert der besonderen Art hat Fabian Strahl, Lehrer, Hobbyzauberer und Chorleiter, am 30. Mai in der Aula des Paul-von-Denis-Schulzentrums das Publikum in seinen Bann gezogen.

Gemeinsam mit dem Chor Da Capo 1854 und einer exzellenten Begleitband schuf er einen Abend voller Emotionen, bei dem die Begeisterung der Mitwirkenden unmittelbar auf das Publikum übersprang.

Kurze Klangimpression „Don´t stop believin“

Die Zuhörer durften mitsingen, mitswingen und genossen eine rundum gelungene Unterhaltung. Bereits zu Beginn kündigte Strahl ein etwas experimentelleres Programm als gewohnt an. Die Songs wurden durch eindrucksvolle projizierte Bilder der Gruppe „Molemol“ der Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt visuell untermalt. Die farbenfrohen Werke passten jeweils perfekt zur Stimmung und Atmosphäre der einzelnen Titel.

Den Auftakt bildete Enyas „Only Time“ als Hymne der Hoffnung. Es folgte das kraftvolle „A Million Dreams“, das mit vielen bunten Farbtupfern auf der Leinwand zusätzlich an Strahlkraft gewann. Der Song erzählt von der Vorstellungskraft, sich eine eigene Welt zu erschaffen – auch gegen gesellschaftliche Erwartungen. Eine tolle Dynamik prägte diesen Teil, doch das Kontrastprogramm ließ ebenfalls tiefe Emotionen aufkommen: „Ich seh dich…“ wurde a cappella vorgetragen. Ein klassisches deutsches Liebeslied könnte man sagen. Die Ballade von MAYBEBOP erfreut sich als Chorsatz großer Beliebtheit.

Foto: Pfalz-Express/Ahme

Dann kündigte Fabian Strahl den „Höhepunkt des Abends“ an: Seine anhaltende Begeisterung für die Melodica aus der musikalischen Früherziehung mündete in einem überraschenden Intro zu „Love is a fire“. Das Solo auf der Melodica sorgte für einen gelungene Aha-Moment beim Publikum.

Foto: Pfalz-Express/Ahme

Bei „Viva la vida“ von Coldplay konnte sich das Band-Trio – Bernd Camin (Klavier), John Diven (Bass) und Daniel Fleischmann (Schlagzeug) – hervorragend präsentieren und seine solistischen Qualitäten unter Beweis stellen. Die Band überzeugte durchweg auf höchstem Niveau und hätte in dieser Besetzung auch international großen Anklang gefunden.

Disney-Feeling kam mit drei Songs aus dem Film „Vaiana“ auf, bei denen Solistinnen und Solisten glänzten. Auf Deutsch folgte „Junge“ von den Ärzten – ein Stück, das klassische Generationenkonflikte aufgreift: Die Eltern beklagen Haare, Kleidung, Berufswahl („und du gehst zu den Ärzten“) und Lebensstil des Sohnes.

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war der Welthit „Don’t Stop Believin’“ von Journey. Das treibende Klavier-Intro und der hymnenhafte, mitsingbare Refrain machten das Classic-Rock-Stück zu einem wahren Leckerbissen für Band und Chor.

Als großes Talent des Chors erwies sich Choristin Jessika, die mehrfach solistisch glänzte und mit „Nimm dir Zeit“ sogar einen eigenen Song präsentierte – eine berührende Hommage an die Zeit für Familie und Freunde, begleitet vom Gitarristen Kai Dreyer.

Solistin Jessika und Gitarrist Kai Dreyer mit einem von Jessika selbst komponierten Titel
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Im Gospel-Bereich zeigte sich der Chor ebenfalls bestens aufgestellt. Drei mitreißende Stücke, darunter „Father, let your kingdom come“, luden das Publikum ein, bei den Refrains kräftig mitzugestalten.

Die 60er Jahre ließen mit „Son of a Preacher Man“ grüßen – dem Soul-, R&B- und Pop-Hit von Dusty Springfield mit starken Gospel-Einflüssen. Jessikas Schwester Marijke Schade, die auch schon solistisch bei Vaiana begeistert hatte, interpretierte den „Preacher Man“ ganz hervorragend.

Besonders gut kamen auch „Sunny“ in der Interpretation der Band sowie ein James-Bond-Medley an.

Den offiziellen Abschluss bildete das Shanty „Der Wellermann“, bei dem der Chor noch einmal alle Register zog.

Fabian Strahl mit Puzzle: Ein starkes Sinnbild für Chorgemeinschaft, Zusammenhalt und Veränderung. 
Foto: Pfalz-Express/Ahme

In seinen Dankesworten richtete der 1. Vorsitzende Hermann Magin den Blick besonders auf die Gruppe „Molemol“ der Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt und deren Leiterin, die Malerin Dr. Karin Bury. Er dankte allen, die das Konzert ermöglicht und mitgestaltet hatten – allen voran dem „kreativen Kopf“ des Abends, Fabian Strahl.

Der erste Vorsitzende Hermann Magin bedankt sich bei Frau Dr. Bury und dem Lebenshilfe-Team.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Eine klassische Zugabe gab es nicht. Der Chor nahm auf sehr behutsame und sensible Weise Abschied von einer Mitsängerin, die noch wenige Tage zuvor an der Chorprobe teilgenommen hatte. Nach dem Lied „Fix You“ verließen die Sängerinnen und Sänger sowie die Band still die sich immer mehr verdunkelnde Bühne (desa)

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