
Denis Mamadou Gerhard Cuspert nennt sich jetzt Abu Talha al-Almani und tötet lieber Menschen statt zu singen.
Berlin – Denis Mamadou Gerhard Cuspert, der bekannteste deutsche Dschihadist in den Reihen des „Islamischen Staats“, soll auf eine Sanktionsliste der Vereinten Nationen (Uno) gesetzt werden.
Die Bundesregierung will in dieser Woche ein Dossier mit den Erkenntnissen über Cuspert beim Sanktionsausschuss der Uno einreichen.
Nach einer Analyse der Sicherheitsbehörden ist der Ex-Rapper, der auch als „Deso Dogg“ bekannt ist, inzwischen Teil des „terroristischen Establishments“. Seit Jahresbeginn waren mehrere Videos aufgetaucht, die nahelegen, dass er Zugang zur Führungsebene des Islamischen Staats hat.
Der aus Berlin stammende Csupert, der unter anderem wegen versuchten Totschlags neun Jahre im Gefängnis saß, wandte sich spätestens 2010 der Salafisten-Szene zu. Seit Anfang 2013 soll er in Syrien sein. Er hat einen Treueeid auf den selbst ernannten IS-„Kalifen“ Abu Bakr al-Baghdadi abgelegt.
Ein seit Juli kursierendes Video zeigt Cuspert, der sich den Kampfnamen Abu Talha al-Almani zugelegt hat, wie er in der Nähe des syrischen Homs eine Leiche mit einem Stein traktiert. Seine Videos sollen viele junge Dschihadisten zur Ausreise ins Kriegsgebiet animiert haben.
Da sich die Sanktionen der Uno auch gegen Personen richten, die Propaganda für den IS machen, ist die Listung des Ex-Rapperss aus Sicht der Bundesregierung folgerichtig. Nach der Aufnahme in die Terrorkartei könnte er nach internationalem Recht nicht mehr reisen. Geldzuwendungen, also auch Spendensammlungen für ihn, wären verboten.
Die Bundesregierung verspricht sich von Cusperts Listung eine abschreckende Wirkung auf Islamisten, die eine Reise nach Syrien oder Irak erwägen.
(dts Nachrichtenagentur/scsh.https://www.youtube.com/watch?v=BBWae-86Q1E)

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