
EU-Parlament in Brüssel.
Foto: Pfalz-Express
Berlin – Die Innenminister der EU fordern in einer gemeinsamen Erklärung zum Anti-Terror-Gipfel am Freitag konkrete Maßnahmen gegen den Terror in Europa.
Man sei entschlossen, sich „mit aller Kraft gegen diesen barbarischen Terror zu stemmen“, wie er sich in den jüngsten Anschlägen in Paris, Dresden, Nizza und Wien offenbart habe, heißt es in einem Erklärungsentwurf. „Die Geißel des gewaltbereiten Extremismus und Terrorismus wird Europa nicht in seinen Grundfesten erschüttern. Die Terroristen können ihren Kampf nicht gewinnen.“
Das Papier drängt auf konkrete Maßnahmen, die in den nächsten Monaten umgesetzt werden sollen. Dazu gehören u.a. schärfere Kontrolle der Imam-Ausbildung und Finanzierung religiöser Organisationen. „Wir sollten eine Religionslehre und -ausbildung – vorzugsweise in der EU – fördern, die in Einklang mit den europäischen Grundrechten und Werten steht.“
Organisationen, die sich nicht an „einschlägige Rechtsvorschriften“ hielten und Inhalte unterstützten, die den Grundrechten und -freiheiten zuwiderlaufen, sollten nicht mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden, weder auf nationaler noch europäischer Ebene. „Darüber hinaus sollte die durch intransparente Finanzierung entstehende unerwünschte ausländische Beeinflussung nationaler zivilgesellschaftlicher und religiöser Organisationen begrenzt werden.“
Weiter sollen die Schengen-Außengrenzen besser geschützt werden, so die Innenminister. „Die zuständigen Behörden müssen wissen, wer in den Schengenraum einreist und sich darin bewegt. Wir müssen unsere Außengrenzen wirksam kontrollieren, Ein- und Ausreisen aus dem Schengenraum elektronisch erfassen und mit Drittländern zur Bekämpfung terroristischer Gefahren enger zusammenarbeiten.“
Die EU-Kommission wird zudem aufgefordert, „im Hinblick auf die Ausweisung von Straftätern und terroristischen Gefährdern“ auf Drittstaaten Druck zu machen, um „eine stärkere Unterstützung für eine reibungslosere Ausweisung“ zu gewährleisten.
Auch gegen Terror-Gefährder und „Foreign Terrorist Fighters“ (also rückkehrender Dschihadd-Terroristen) müsse sich Europa durch besseren Informationsaustausch schützen. Konkret fordern die EU-Innenminister einen besseren Zugang zu den Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigten. „Die vorhandenen Instrumente müssen noch einheitlicher angewendet werden, um vorhandenes Wissen besser zu nutzen und neue Wege – wie Künstliche Intelligenz – für die Polizeiarbeit nutzbar zu machen.“
Auch für Europol und dessen Zentrum zur Bekämpfung des Terrorismus (ECTC) brauche der Kampf gegen den Terror ausreichende finanzielle und auch personelle Ressourcen. Dazu schreiben die EU-Innenminister: „Gerade der islamistische Anschlag auf einen Lehrer in Frankreich bezeugt, wie wichtig es ist, illegale Online-Inhalte, terroristische Propaganda und Desinformationen zu bekämpfen. Wir streben deswegen den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zur `Ter rorist Content Online`-Verordnung (TCO-VO) bis Jahresende an.“
Ziel sei, grenzüberschreitende Entfernungsanordnungen zu erlassen, durch die innerhalb weniger als einer Stunde nach Meldung gegen terroristische Inhalte im Internet vorgegangen werden kann. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken



Berlin – Im Kampf gegen den Terrorismus weitet die Bundesregierung den Zugriff von Sicherheitsbehörden auf die umstrittene Anti-Terror-Datei aus. Wie die „Saarbrücker ...
Brüssel – Die EU-Kommission will im Kampf gegen terroristische Inhalte im Netz jetzt gesetzliche Maßnahmen ergreifen. Das berichtet die „Welt“ unter Berufung ...
Berlin – Der Bundestag hat am Freitag ein Gesetzespaket zur Bekämpfung von Terrorismus beschlossen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) bekommt spezielle Befugnisse ...
Köln – Mit einem Friedensmarsch wollen Muslime ein Zeichen gegen islamistischen Terror setzen. Bis zu 10.000 Menschen werden am 17. Juni am ...
Berlin – Innenminister Thomas de Maizière (CDU) will „möglichst rasch“ das Verfassungsgerichtsurteil zum BKA-Gesetz umsetzen und ein neues Anti-Terror-Paket vorlegen. „Wir arbeiten ...
Paris – Die französische Polizei hat den Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis nahe Paris offiziell beendet. Das Gebiet werde trotzdem noch weiträumig gesichert, hieß ...
Paris – Bei einem Polizeieinsatz in Saint-Denis nahe der französischen Hauptstadt Paris hat es am Mittwochmorgen Tote gegeben. Laut BFMTV suchte die ...
Berlin – Nach dem lautwerden von scharfer Kritik an der Effizienz der vom Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden geführten Antiterrordatei (ATD) hat das ...
Landau. „Terroristen nutzen ihre Anschläge als eine Art Kommunikationsstrategie, um Angst und Schrecken zu verbreiten, den ‚Feind‘ bzw. Gegner zu demotivieren und ...
Tunis – Die Anti-Terror-Behörde des tunesischen Justizministeriums hat Mutmaßungen zurück gewiesen, der aus Deutschland abgeschobene Sami A. könnte in Tunesien gefoltert werden. ...
Berlin- Der Koordinationsrat der Muslime hat dem Bundesinnenministerium ein Konzept für die schrittweise Öffnung der Moscheen vorgelegt. „Das Betreten der Moscheen ist ...














