Mittwoch, 18. September 2019

Erneut tödliche Zusammenstöße in Ägypten: Merkel und Hollande stimmen weiteres Vorgehen ab

17. August 2013 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die angespannte Lage in Ägypten mit dem französischen Präsidenten François Hollande besprochen.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Kairo  – In Ägypten ist es am Freitag erneut zu tödlichen Zusammenstößen zwischen den Muslim-Brüdern und den Sicherheitskräften gekommen.

Nach offiziellen Angaben wurden bis zum Freitagnachmittag mindestens 17 Menschen getötet. Die schwersten Unruhen gab es in der ägyptischen Hauptstadt Kairo: Nach den Freitagsgebeten kam es vor zahlreichen Moscheen in der Stadt zu Demonstrationen, die Muslim-Brüder riefen ihre Anhänger dazu auf, zu einem Platz nahe des Zentralbahnhofs von Kairo zu ziehen. Im Zentrum der Stadt kam es in der Folge zu schweren Straßenschlachten.

Unterdessen kam es auch in anderen Ländern zu Demonstrationen von Muslimen, die ein Ende des Blutvergießens in Ägypten forderten: Allein in Indonesien gingen nach den Freitagsgebeten Tausende Menschen auf die Straßen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die angespannte Lage in Ägypten mit dem französischen Präsidenten François Hollande telefonisch besprochen und vereinbart, sich zur weiteren Entwicklung in Ägypten eng abzustimmen. „Die Bundeskanzlerin und Staatspräsident Hollande verfolgen die Entwicklung in Ägypten mit großer Sorge und mit Entsetzen über die hohe Zahl der Todesopfer und Verletzten“, teilte das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung mit.

Sie seien sich einig, dass jedes weitere Blutvergießen verhindert werden müsse und forderten alle Seiten auf, auf jede weitere Gewaltanwendung zu verzichten. Es bestehe Einigkeit, dass die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten möglichst rasch Beratungen über die Lage in Ägypten aufnehmen und eine gemeinsame Position entwickeln sollen.

Merkel und Hollande begrüßten daher die Initiative der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, umgehend die Botschafter in Brüssel zusammenzurufen.(dts Nachrichtenagentur)

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