
Foto: David Restrepo/Unsplash
Das schwere Erdbeben der Stärke 7,4, das am Montag den Westen Kolumbiens erschüttert hat, hat mindestens 22 Menschenleben gefordert. Das teilten die Bürgermeister der betroffenen Städte Pereira, Manizales und Buenaventura mit.
Die US-Geologiebehörde USGS schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass zwischen 100 und 1.000 Menschen ums Leben gekommen sein könnten, auf 35 Prozent. Der kolumbianische Präsident Abelardo de la Espriella hat einen Notfallstab einberufen und angekündigt, nach Pereira zu reisen, um die Betroffenen zu unterstützen.
De la Espriella teilte später am Tag mit, dass bisher 111 Todesfälle und 87 Verletzte gemeldet worden seien. Das Beben ereignete sich am Montagmorgen um 7:34 Uhr Ortszeit (14:34 Uhr deutscher Zeit) im Westen des Landes.
Der Präsident erklärte weiter, dass 1.575 Wohnhäuser beschädigt und 61 Gebäude vollständig eingestürzt seien. Besonders betroffen ist die Metropolregion Pereira, wo viele der Todesopfer zu beklagen sind. Auch in der Stadt Cali, der Hauptstadt des Valle del Cauca, kam es zu erheblichen Schäden.
Der Bürgermeister von Cali, Alejandro Eder, sagte, dass mindestens 30 Gebäude eingestürzt sind und Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sein könnten.
Sechs Flughäfen, darunter die in Pereira, Manizales und Buenaventura, sind aufgrund von Schäden geschlossen. Die kolumbianische Luftfahrtbehörde Aerocivil hat mitgeteilt, dass die Flugbetriebe aus Sicherheitsgründen ausgesetzt wurden, bis die strukturellen Schäden bewertet sind.
Straßen in der Nähe von Cali und Manizales sind ebenfalls gesperrt, nachdem es zu Erdrutschen gekommen ist. (dts Nachrichtenagentur)

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