Havanna – Die kolumbianische Regierung und die Guerillabewegung FARC haben sich auf ein neues Friedensabkommen geeinigt.
Der ursprünglich vereinbarte Friedensvertrag, den die kolumbianische Bevölkerung im Oktober in einem Referendum mit knapper Mehrheit abgelehnt hatte, sei in zahlreichen Punkten verändert worden, teilten beide Seiten nach Verhandlungen in der kubanischen Hauptstadt Havanna mit.
So seien Vorschläge eingearbeitet worden, die aus verschiedenen Teilen der Gesellschaft gekommen seien.
Zudem traf sich der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos mit einem der größten Kritiker des ursprünglichen Abkommens, seinem Amtsvorgänger Álvaro Uribe, um bei ihm für Zustimmung zu werden. Über Ergebnisse des Gesprächs wurde zunächst nichts bekannt.
In dem mehr als 50 Jahre dauernden Konflikt wurden über 220.000 Menschen getötet, Zehntausende gelten als vermisst. Für seine Bemühungen um die Beilegung des Konflikts wird Santos in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Steinmeier: „Zeichen der Hoffnung“
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat das neu ausgehandelte Friedensabkommen als „Zeichen der Hoffnung“ in „einer Welt aus den Fugen“ bezeichnet.
„Ich weiß, dass es allen Beteiligten einiges an Kraft gekostet hat und einen starken und unbeirrbaren Friedenswillen brauchte, um nach der großen Enttäuschung des gescheiterten Referendums wieder gemeinsam am Verhandlungstisch zusammenzukommen und dort an einem neuen, verbesserten Friedensabkommen zu arbeiten“, erklärte Steinmeier am Sonntag. „Das ist der Beweis dafür, wie sehr beide Seiten eine friedliche Zukunft für Kolumbien wollen – und dass eine Fortsetzung der blutigen Auseinandersetzung schlichtweg keine Option mehr ist!“
Es zeige auch, wie leidenschaftlich der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos für den Frieden eintrete. „Wir können diesen Mut zum Frieden nur bewundern“, so Steinmeier. „Deutschland engagiert sich seit einem Jahrzehnt für diesen Frieden und wird seinem Partner Kolumbien auch künftig an der Seite stehen.“
(dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken


Havanna – Der Anführer der größten kolumbianischen Guerilla-Organisation Farc, Rodrigo Londoño, hat einen endgültigen Waffenstillstand im Konflikt mit der Regierung des Landes ...
Bogota – In einem landesweiten Referendum hat die kolumbianische Bevölkerung den historischen Friedensvertrag mit den Farc-Guerillas abgelehnt. 50,2 Prozent stimmten gegen den ...
Oslo – Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos erhält den Friedensnobelpreis 2016. Das teilte das Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit. Santos erhält ...
Berlin – Die Bundesregierung hat dem damaligen Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vorgeworfen, für die umstrittene Kooperation des Bundesnachrichtendienstes (BND) mit dem US-Geheimdienst ...
Berlin – Frank-Walter Steinmeier ist am Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat als zwölfter Präsident der Bundesrepublik Deutschland vereidigt ...
Berlin – Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die Grundsatzrede seines US-Amtskollegen John Kerry zum israelisch-palästinensischen Konflikt gelobt. In seiner Grundsatzrede am Mittwoch ...
Washington – US-Präsident Donald Trump will einen Strafzoll in Höhe von 20 Prozent auf Produkte, die aus Mexiko importiert werden, erheben. Damit ...
Berlin/ Jerewan – Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zeigt sich äußerst beunruhigt über die jüngste Entwicklung in der Region Bergkarabach. „Ich bin in großer ...
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert mehr Engagement gegen Antisemitismus in Deutschland. „Wer diesen Rechtsstaat will, wer unter seinem Schutz leben will, der muss ...
Berlin – Bei der Suche nach einem Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck will nun auch die CDU Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) unterstützen. ...
Rom – In Italien haben sich die 5-Sterne-Bewegung und die Lega am Donnerstag auf einen neuen Versuch zur Regierungsbildung geeinigt. Das wurde ...










